14.10.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Die Feuerwehr war auch von der Luft aus im Einsatz
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat den Betroffenen schnelle Hilfe zugesagt. Mehr als 3000 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen an. Trotzdem kamen Menschen ums Leben.
Dichter Rauch über Los Angeles, tausende Menschen auf der Flucht vor den Flammen: Durch die seit Sonntag lodernden Feuer sind zwei Menschen ums Leben gekommen, Dutzende Häuser und Wohnwagen wurden vernichtet.
Mehr als 3000 Feuerwehrleute kämpften am Dienstag gegen zwei schwere Buschfeuer im Norden der Millionenmetropole. Die Bilder erinnern an den Schrecken der letzten Feuersbrünste, die Kalifornien in diesem Sommer und im vergangenen Herbst heimgesucht hatten. Gouverneur Arnold Schwarzenegger ließ in zwei Bezirken den Notstand ausrufen, damit schnell Hilfsgüter und Helfer bereitgestellt werden.
Fläche von 20 Quadratkilometern betroffenEiner der Brände im San Fernando Valley war über Nacht um das Doppelte angewachsen. Das «Sesnon»-Feuer vernichtete bereits eine Fläche von 40 Quadratkilometern. Der Feuerwehr ist es noch nicht gelungen, die Flammen zurückzudrängen.
Das weiter östlich brennende «Marek»-Feuer, das eine Fläche von 20 Quadratkilometern verwüstet hat, konnte dagegen zu 70 Prozent eingedämmt werden. Die Gefahr sei aber keineswegs gebannt, warnte der Feuerwehr-Chef. Die gefährlichen Santa Ana Winde könnten die Flammen weiter anfachen und die Brände schlimmstenfalls bis an den Pazifischen Ozean ausbreiten.
Zwei TodesopferSchwarzenegger versprach den von heftigen Buschfeuern heimgesuchten Gebieten in Südkalifornien schnelle Hilfe. Trotz der Finanzkrise werde er «keinen einzigen Dollar sparen», um die Flammen zu bekämpfen, sagte Schwarzenegger bei einem Besuch in den ausgebrannten Landstrichen nördlich von Los Angeles.
Durch die seit Sonntag lodernden Feuer sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Eines der Todesopfer war ein Obdachloser, der in der Gemeinde Lake View Terrace zusammen mit seinem Hund in den Flammen umkam. Auf der Flucht vor den Bränden starb ein Mann bei einem Verkehrsunfall, wie die Zeitung berichtete.
Schwäre Brände im SommerZeitweise mussten Autobahnen gesperrt werden, weil der Rauch so dicht war und Flammen über die Fahrbahnen sprangen. Mehrere tausend Menschen, vor allem in den engen Tälern, wurden angewiesen, ihre Häuser zu verlassen. Schwarzenegger forderte sie auf, den Befehlen der Feuerwehr zu folgen und ihr Leben nicht zu gefährden.
Der Westküstenstaat hatte kaum Zeit, sich von der letzten schweren Feuersbrunst zu erholen. Von Mitte Juni bis August war in Nord- und Mittelkalifornien ein Gebiet von mehr als 3400 Quadratkilometern abgebrannt - das entspricht der Fläche von Berlin und dem Saarland zusammen. Zeitweise kämpften 20.000 Feuerwehrleute gegen mehr als 1700 Brände. 100 Häuser wurden zerstört, ein Mensch getötet.
Vor einem Jahr hatte ein verheerender Feuersturm in Südkalifornien eine Fläche von rund 2600 Quadratkilometern vernichtet. Über ein Dutzend Menschen verloren bei den schweren Bränden zwischen San Diego und Los Angeles ihr Leben. Mehr als 2000 Häuser wurden zerstört. Hunderttausende Anwohner mussten zeitweise ihre Häuser verlassen. (dpa)