Britisches Datenchaos: 

netzeitung.deFestplatte mit Armee-Daten verschwunden

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Seine Kontonummer könnte in unbefugte Hände gelangt sein (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Seine Kontonummer könnte in unbefugte Hände gelangt sein
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Schon wieder eine Datenpanne in Großbritannien: Die Streitkräfte beklagen den Verlust einer Festplatte mit 1,7 Millionen vertraulichen Angaben. Ein IT-Dienstleister hatte die unverschlüsselten Informationen verschludert.

Die britischen Streitkräfte haben nach Angaben von Verteidigungsminister Bob Ainsworth eine Festplatte mit vertraulichen Daten von bis zu 1,7 Millionen Menschen verloren. Der Datenträger sei vermutlich nicht verschlüsselt gewesen, räumte der Minister am Montag gegenüber dem Parlament ein.

Auf dem Datenträger befanden sich demnach unter anderem Angaben zu Kontoverbindungen, Adressen, Pass- und Führerscheinnummern von Soldaten oder Rekruten. Die Datenpanne war bereits vergangene Woche bekanntgeworden. Da hieß es allerdings noch, es gehe um rund 100.000 Datensätze. Ein Dienstleister des Verteidigungsministeriums hatte die Festplatte verloren. Das Fehlen des Datenträgers kam bei einer von der Regierung angeordneten Bestandsüberprüfung zutage.
Festplatte war im Sicherheitstrakt
Nach Angaben des IT-Dienstleisters EDS befand sich die Festplatte zuletzt in einem Sicherheitstrakt des Unternehmens in Hook, rund 70 Kilometer westlich von London. In Großbritannien sind in der vergangenen Zeit häufiger Daten in die Öffentlichkeit geraten, weil sie nicht genug gesichert waren. Betroffen davon waren Millionen Menschen. Im August wurde ein Computer mit Kontodaten und Passwörtern von über einer Million britischer Bankkunden beim Onlineauktionshaus eBay für 35 Pfund versteigert.

Auch die Telefonnummern und Unterschriftsproben der Kunden waren in dem Datensatz enthalten. Zuvor waren Daten von über 80.000 Häftlingen und 33.000 Wiederholungstätern abhanden gekommen. Im Januar wurde ein PC der Streitkräfte mit Daten über 600.000 Rekruten gestohlen, im vergangenen November waren Daten von 25 Millionen Steuerzahlern verloren gegangen. (AP)