Notruf als Lachnummer: 

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Notruf als Lachnummer 

Lupe Ermittlung gegen Youtube-Cop

Polizist: «Haben Sie die Zähne draußen oder was?». Anruferin: «Der hat nicht die Musik aufzudrehen, der Wichser.» Dieses interessante Gespräch zwischen Polizei und Anruferin wurde ins Netz gestellt. Nun wurde der Übeltäter ermittelt. Mit Video ...

Im Fall des mitgeschnittenen Notrufs einer Mannheimerin, der im Internet zum Lacherfolg wurde, hat die Staatsanwaltschaft einem Zeitungsbericht zufolge einen Verdächtigen ermittelt. «Es besteht ein Anfangsverdacht gegen einen namentlich bekannten Polizeibeamten wegen Verletzung des Dienstgeheimnisses», sagte ein Sprecher der Mannheimer Staatsanwaltschaft den «Stuttgarter Nachrichten».

Wie die Zeitung am Donnerstag berichtete, soll es sich um einen Beamten des Polizeipräsidiums Mannheim handeln. Die Staatsanwaltschaft glaube ihm nachweisen zu können, dass er den Mitschnitt des Notrufs per E-Mail an Außenstehende verschickt habe, schreibt das Blatt. Der Beamte bestreite dies nicht, argumentiere aber, dass der Mitschnitt zu dem Zeitpunkt kein Dienstgeheimnis mehr gewesen sei, weil er schon auf den Rechnern der Polizei die Runde gemacht habe und auch bereits nach draußen versandt worden sei.

Einen Beweis dafür habe er aber bislang aber noch nicht vorgelegt, schreibt das Blatt. Derzeit hätten die Anwälte der Beteiligten Akteneinsicht und damit auch Gelegenheit zur Stellungnahme. In den nächsten Wochen wolle die Staatsanwaltschaft den Fall dann abschließen.

Im Mai dieses Jahres war der Mitschnitt des Notrufs der damals 42-jährigen Mannheimerin beim Internetportal Youtube eingestellt worden. Er wurde binnen weniger Tage rund 200.000 Mal aufgerufen. In dem bereits drei Jahre zurückliegenden Anruf hatte sich die Frau in Mannheimer Mundart und mit derber Wortwahl über einen Ruhestörer beschwert.

Wie genau der Mitschnitt ins Internet gelangte, konnte dem Bericht zufolge nicht ermittelt werden. Nach früheren Angaben der Mannheimer Polizei wurden die Notrufe damals noch rund sechs bis acht Wochen lang auf DVD gespeichert. Wer den Mitschnitt kopierte und in Umlauf brachte, sei nach wie vor unklar. Der Landesdatenschutzbeauftragte Peter Zimmermann sagte dem Blatt, für die Daten habe zwar ein gewisser «Grundschutz» bestanden, doch es habe einige Schwachpunkte gegeben. (AP)

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