Tragödie in Kalifornien:
Verlierer der Finanzkrise richtet Massaker an
07.10.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Der 45-Jährige, der noch vor einiger Zeit über ein Jahreseinkommen von 1,2 Millionen Dollar verfügte, habe die Tat offenbar als «einzigen akzeptablen Ausweg» gesehen, sagte der stellvertretende Polizeichef von Los Angeles, Michel Moore. «Wir befinden uns in schwierigen Zeiten.»
Die Familientragödie ereignete sich nach Ermittlungen der Polizei am Wochenende in einem großzügigen Einfamilienhaus in einem der wohlhabenden Vororte von Los Angeles. Die drei gemeinsamen Söhne des Ehepaars sind 7, 12 und 19 Jahre alt, wie die «Los Angeles Times» berichtete. «Das ist eine perfekte amerikanische Familie, die absolut zerstört wurde», sagte Moore. Der Mann sei über seine finanzielle Situation völlig verzweifelt gewesen.
Alle Opfer waren in ihren Schlafzimmern, alle starben durch Kopfschüsse, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die Polizei. Die Leiche des Vaters sei im Schlafzimmer der beiden jüngsten Kinder gefunden worden, er habe die Pistole noch in seinen Händen gehalten, schrieb die «Los Angeles Times».
«Er liebte seine Kinder mehr als jeder andere Vater», sagte ein Nachbar. Andere Nachbarn meinten, der Mann habe in letzter Zeit einen «sehr angespannten» und psychisch nicht stabilen Eindruck gemacht. Er habe sich bereits Mitte September eine Pistole gekauft, sagte Moore.
Nachbarn zufolge wohnte die Familie seit zwei Jahren in dem Villen-Viertel im San Fernando Valley, nördlich von Los Angeles. «Sie waren eine sehr nette Familie», zitierte die Zeitung eine Nachbarin. «Nichts deutete darauf hin, dass sie Probleme hatten.» (dpa)

