Dort ist das Bergdorf Nura mit knapp 1000 Bewohnern im schwer zugänglichen Hochgebirge im Süden komplett zerstört worden, teilte die Regierung der ehemaligen Sowjetrepublik nach Angaben der Agentur Akipress am Montag mit. Das Beben mit einer von US-Seismologen gemessenen Stärke von 6,6 ereignete sich am Sonntagabend im Grenzgebiet zu China. Helfer flogen mit Hubschraubern in das Katastrophengebiet. «Es bot sich ein schreckliches Bild. Nura ist völlig zerstört», sagte Zivilschutzminister Kamtschybek Taschijew. Sämtliche Wege zu dem Dorf seien ebenfalls zerstört. Die nächste Krankenstation befinde sich fast 80 Kilometer entfernt.
Schwerverletzte würden in Krankenhäuser der Gebietshauptstadt Osch geflogen. Starke Nachbeben lösten unter den Bewohnern der betroffenen Region erneut Panik aus. Sogar in der etwa 400 Kilometer nördlich gelegenen Hauptstadt Bischkek war das Hauptbeben am Sonntagabend deutlich spürbar gewesen. Russland kündigte an, ein Flugzeug mit Hilfsgütern nach Südkirgistan zu schicken. Die betroffene Region gehört zu den Ausläufern des erdbebengefährdeten Pamir-Gebirges. (dpa)