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Nach dem Erdbeben: 

Mehr als 100 Tote in Tibet und Kirgistan

06. Okt 2008 19:33
Kirgistan und Tibet waren von dem Erdbeben betroffen
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Ein Erdbeben der Stärke 6,6 auf der Richterskala ist vielen Menschen in Tibet und Kirgistan zum Verhängnis geworden. In Kirgistan starben mehr als 40 Kinder durch die Erdstöße.

Bei starken Erdbeben in Tibet und in der zentralasiatischen Republik Kirgistan sind insgesamt mindestens 100 Menschen getötet worden. In Kirgistan starben nach Angaben des örtlichen Katastrophenschutzministeriums mindestens 70 Menschen, davon 41 Kinder. Die 30 Kinder im Vorschulalter und elf Grundschüler seien bei den Erdstößen mit einer Stärke von 6,6 in dem völlig zerstörten Bergdorf Nura getötet worden, sagte am Montag ein kirgisischer Regierungssprecher laut der Agentur Interfax.

Es wurde mit weiteren Opfern gerechnet. In der chinesischen autonomen Region Tibet starben mindestens 30 Menschen bei einem Beben der Stärke 6,6. Die Erdstöße in Tibet hatten sich um 16.30 Uhr Ortszeit etwa 80 Kilometer westlich der Stadt Lhasa in einer Tiefe von acht Kilometern ereignet, berichteten staatliche chinesische Quellen.

Eine Viertelstunde später gab es ein Nachbeben der Stärke 5,1. Es seien in der tibetischen Region Damxung viele Häuser eingestürzt und Straßen und Kommunikationswege zerstört worden, berichteten offizielle lokale Stellen. Unter den Trümmern werden noch mehr Opfer vermutet. Die Region liegt etwa 1000 Kilometer von Kirgistan entfernt.

Hilfe per Hubschrauber

Dort ist das Bergdorf Nura mit knapp 1000 Bewohnern im schwer zugänglichen Hochgebirge im Süden komplett zerstört worden, teilte die Regierung der ehemaligen Sowjetrepublik nach Angaben der Agentur Akipress am Montag mit. Das Beben mit einer von US-Seismologen gemessenen Stärke von 6,6 ereignete sich am Sonntagabend im Grenzgebiet zu China.

Helfer flogen mit Hubschraubern in das Katastrophengebiet. «Es bot sich ein schreckliches Bild. Nura ist völlig zerstört», sagte Zivilschutzminister Kamtschybek Taschijew. Sämtliche Wege zu dem Dorf seien ebenfalls zerstört. Die nächste Krankenstation befinde sich fast 80 Kilometer entfernt.

Schwerverletzte würden in Krankenhäuser der Gebietshauptstadt Osch geflogen. Starke Nachbeben lösten unter den Bewohnern der betroffenen Region erneut Panik aus. Sogar in der etwa 400 Kilometer nördlich gelegenen Hauptstadt Bischkek war das Hauptbeben am Sonntagabend deutlich spürbar gewesen. Russland kündigte an, ein Flugzeug mit Hilfsgütern nach Südkirgistan zu schicken. Die betroffene Region gehört zu den Ausläufern des erdbebengefährdeten Pamir-Gebirges. (dpa)

 
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