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Teure Souvenirjagd: 

Geschworene sprechen Simpson schuldig

04. Okt 2008 10:34
O.J. Simpson mit seinem Anwalt Yale Galanter
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Jetzt droht ihm die lebenslange Haft, der er im Mordprozess entgangen war: Der frühere Football-Star soll einen bewaffneten Raubüberfall verübt haben. Das Strafmaß für «O.J.» ist aber noch unklar.

Die Geschworenen im Prozess gegen O.J. Simpson haben den früheren Football-Star in allen zwölf Anklagepunkten schuldig gesprochen. Simpson stand in Las Vegas wegen bewaffneten Raubüberfalls mit Geiselnahme und Körperverletzung vor Gericht. Dem 61-Jährigen droht nun lebenslange Haft. Das Strafmaß soll am 5. Dezember verkündet werden.

Zusammen mit fünf Bekannten drang Simpson im September vergangenen Jahres in ein Hotelzimmer ein und bedrohte zwei Sammler, die mit Fan-Artikeln aus der Zeit seiner Football-Karriere handelten. Die Gruppe erzwang die Herausgabe der Gegenstände. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft waren zwei der Männer bewaffnet, einer von ihnen sagte aus, Simpson habe ihn aufgefordert, eine Waffe mitzubringen.

Auch ein Mitangeklagter, der 54-jährige Clarence «C.J.» Stewart, wurde in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Beide wurden nach dem Schuldspruch am Freitag in Gewahrsam genommen, eine Freilassung auf Kaution lehnte Richterin Jackie Glass ab. Die Anwälte kündigten einen Antrag auf Wiederaufnahmeverfahren an.

Jagd auf Erinnerungsstücke

Simpson hat stets erklärt, bei dem Vorfall habe es sich nicht um einen Raubüberfall gehandelt. Vielmehr sei es ein Versuch gewesen, Erinnerungsstücke wieder in seinen Besitz zu bekommen, die ihm gestohlen worden seien. Er habe niemanden aufgefordert, eine Waffe mitzubringen, und habe auch keine Waffen gesehen.

1995 war Simpson in einem aufsehenerregenden Strafprozess vom Vorwurf des Doppelmordes an seiner Exfrau Nicole Brown Simpson und deren Freund Ron Goldman freigesprochen worden. Die Entscheidung einer überwiegend aus Farbigen bestehenden Jury ist bis heute umstritten. In einem Zivilprozess wurde er später jedoch für schuldig befunden und zu einer Entschädigungszahlung von 33,5 Millionen Dollar verurteilt. (AP/dpa)

 
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