Waffen waren für Sudan bestimmt: 

netzeitung.deUS-Kriegsschiffe umzingeln Panzer-Piraten

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In der Hand von Piraten: 33 T-72-Panzer (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe In der Hand von Piraten: 33 T-72-Panzer
Foto: AP
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33 russische T-72-Kampfpanzer und eine 20 Mann-Bestazung befinden sich immernoch in der Gewalt somalischer Piraten. Diese warnen vor einer gewaltsamen Befreiung durch die Marine und bieten einen «Preisnachlass» an.

Somalische Piraten, die vergangene Woche einen mit 33 russischen Kampfpanzern und Munition beladenen Frachter gekapert haben, sind von amerikanischen Kriegsschiffen umzingelt. Ein Marinesprecher sagte am Montag, Zerstörer und Kreuzer hielten sich in einem Umkreis von zehn Meilen um die «Faina» auf, um das ukrainische Schiff zu überwachen.

Die Piraten warnten vor einem militärischen Befreiungsversuch. Sollten US-Marineeinheiten versuchen, das Schiff zu stürmen, seien sie «für alles verantwortlich, was dann passiert». Neben den T-72-Panzern und anderen Waffen, sollen sich 20 Mann Besatzung in der Gewalt der Piraten befinden, unter ihnen auch ein 14 Jahre alter Junge. Außerdem wurde bekannt, dass der russische Kapitän des Schiffes an Herzversagen gestorben sei. Gewalt habe es dabei keine an Bord gegeben.

«Preisnachlass» für gebrauchte Panzer
US-Streitkräfte befürchten, dass die Rüstungsgüter in die Hände islamistischer Aufständischer fallen könnten, die in Somalia die Regierung bekämpfen. Der Marinesprecher betonte, die amerikanischen Kriegsschiffe sollten die Gespräche zwischen den Piraten und den Schiffseignern beobachten. Auch Hubschrauber seien in der Region im Einsatz. Die Waffen waren nach Angaben der US-Marine für unbekannte Käufer im Sudan bestimmt.

Die Lösegeldforderungen der Piraten wurden inzwischen von 35 Millionen Dollar auf 5 Millionen Dollar heruntergeschraubt. Die Herkunft der entführten Seeleute aus Osteuropa und die Tatsache, dass die Panzer bereits gebraucht seien, hätten offenbar zu dem «Preisnachlass» geführt, sagte Andrew Mwangura vom Ostafrikanischen Seefahrerprogramm in Mombasa.

Machtlos gegen die Piraten
Die somalische Küste gilt wegen der zahlreichen Piratenüberfälle als eines der gefährlichsten Gewässer für die internationale Schifffahrt. Derzeit befinden sich mehr als ein Dutzend Schiffe in der Gewalt von Seeräubern, die mit Schnellbooten und automatischen Waffen ausgerüstet sind. Die somalische Regierung unterhält keine Marine und ist gegen das Treiben der Piraten machtlos. UN-Schätzungen zufolge erpressen die Piraten jährlich etwa 100 Millionen Dollar Lösegeld. Der UN-Sicherheitsrat hatte Anfang Juni alle Staaten ermächtigt, auch in somalischen Hoheitsgewässern gegen Piraten vorzugehen. (AP/dpa)