Schadenersatz gefordert: 

netzeitung.deMann verklagt Ärzte wegen Penisamputation

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Die Mediziner sagen, die Amputation sei nötig gewesen (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die Mediziner sagen, die Amputation sei nötig gewesen
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Er habe keine Chance gehabt, sich eine zweite Meinung einzuholen, weil die Mediziner ihm den Penis einfach abgenommen hätten. In einem ähnlichen Fall waren einmal Millionen gezahlt worden.

Zwei Ärzte im US-Staat Kentucky stehen wegen der Amputation eines Penises vor Gericht. Dem 61-Jährigen Phillip S. war während der zur Behandlung einer Entzündung angesetzten Beschneidung der gesamte Penis entfernt worden.

Die Anklage behauptet, Patterson habe die Amputation vorgenommen, ohne vorher die Zustimmung des Patienten oder seiner Frau einzuholen. Damit hätte er ihnen die Möglichkeit genommen, eine zweite Meinung einzuholen.

Der Verteidiger des Arztes sagte am Freitag, die Amputation sei medizinisch notwendig gewesen, da während des Eingriffs ein Krebsleiden festgestellt worden sei. Patterson habe die Einwilligung des Patienten für jeden medizinisch notwendigen Eingriff gehabt, hieß es. Die Kläger fordern von Patterson, der Urologie des Krankenhauses und dem während der Operation tätigen Anästhesisten Schadensersatz in ungenannter Höhe. In einem ähnlichen Fall in Indianapolis war einem Mann eine Entschädigung in Höhe von 2,3 Millionen Dollar zugesprochen worden. (AP)