Selbstmordattentat: 

netzeitung.deAnschlag auf Bundeswehr-Konvoi in Afghanistan

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Isaf-Soldaten der Bundeswehr wurden erneut Ziel eines Anschlags (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Isaf-Soldaten der Bundeswehr wurden erneut Ziel eines Anschlags
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das Attentat verlief nicht wie geplant: Bei einem Bombenanschlag auf die Bundeswehr im Zentrum von Kundus sind die deutschen Soldaten mit dem Schrecken davongekommen. Ein Bekenneranruf ließ etwas anderes verlauten.

Im Norden Afghanistans ist am Dienstag erneut ein Anschlag auf einen Bundeswehr-Konvoi verübt worden. Ein Selbstmordattentäter in der Stadt Kundus zündete seinen Sprengsatz in einem Auto, als die Fahrzeuge der deutschen Soldaten vorbeifuhren. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr bestätigte am Dienstagmorgen in Potsdam entsprechende Berichte der afghanischen Behörden.


Die radikalislamischen Taliban bekannten sich telefonisch zu dem Anschlag. Ein Sprecher sagte, «zwei deutsche Panzer» seien zerstört und «alle Soldaten getötet» worden. Angaben der Taliban gelten jedoch als stark übertrieben.

Ein Selbstmordattentäter sei in einem Auto gegen 7 Uhr (Ortszeit) auf die fünf geschützten Fahrzeuge der Patrouille zugefahren. Die Soldaten befanden sich auf dem Weg ins Zentrum der Stadt Kundus. Der Attentäter zündete den in seinem Fahrzeug versteckten Sprengsatz und sprengte sich «auf Höhe der Patrouille» in die Luft. In dem Konvoi wurde niemand verletzt, sagte der Sprecher. Über den Hintergrund des Täters gebe es noch keine Erkenntnisse, der Vorfall werde untersucht. Ob der Sprengsatz versehentlich zu früh explodierte, sei zunächst nicht bekannt gewesen.

Ende August war ein deutscher Soldat bei einem ähnlichen Anschlag in Nordafghanistan ums Leben gekommen. Der 29 Jahre alte Hauptfeldwebel gehörte zu einer Patrouille, die in der Nähe von Kundus in eine Sprengfalle geraten war. Zu der Tat bekannten sich die radikalislamischen Taliban.Der Selbstmordattentäter sei das einzige Opfer des Anschlags gewesen. (dpa/AP)