18.09.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Ein Tastendruck genügt und viele persönliche Daten sind öffentlich
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Serie peinlicher Datenpannen in Großbritannien reißt nicht ab. Diesmal ging ein Behördenrechner verloren - voller persönlicher Daten ehemaliger Direktoren, Mitarbeiter und Gläubiger.
In Großbritannien sind erneut vertrauliche Daten bei einer Behörde verloren gegangen. Die Insolvenzbehörde gab am Mittwoch zu, dass ein Laptop mit persönlichen Daten von 122 früheren Direktoren verschwunden ist. Ebenfalls auf dem Rechner enthalten waren Informationen über eine bislang unbekannte Zahl von Gläubigern, Investoren und Mitarbeitern.
In den vergangenen Monaten gab es in Großbritannien eine ganze Serie von Fällen, in denen vertrauliche Daten durch Unachtsamkeit oder Diebstahl abhandenkamen. So wurde im August ein Computer mit Kontodaten und Passwörtern von über einer Million britischer Bankkunden beim Onlineauktionshaus eBay für 35 Pfund versteigert. Auch die Telefonnummern und Unterschriftsproben der Kunden waren in dem Datensatz gewesen.
Kurz zuvor wurde bekannt, dass ein Dienstleister des Innenministeriums einen Speicherstick mit den Daten aller 84.000 Häftlinge in England und Wales und den Informationen zu 33.000 Wiederholungstätern verlegt hatte.
Im Juni wurden vertrauliche Regierungsdaten in Nahverkehrszügen liegengelassen. Im Januar wurde ein PC der Streitkräfte mit Daten über 600.000 Rekruten gestohlen, im November waren Daten von 25 Millionen Steuerzahlern verloren gegangen. (AP)