Katholische Fundamentalisten: 

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Katholische Fundamentalisten 

Lupe «Mensch-Benedikt»-Sänger fühlt sich bedroht

Nutzer von konservativen katholischen Internetportalen attackieren den Sänger Bittlinger, der Papst Benedikt kritisierte. Der Liedermacher warf dem Pontifex unter anderem vor, wegen der Ablehnung von Kondomen die Ausbreitung von Aids in Afrika zu fördern.

Der evangelische Pfarrer und Liedermacher Clemens Bittlinger fühlt sich von fundamentalistischen Katholiken bedroht. Seit der Geistliche aus Rimbach im Odenwald beim Katholikentag in Osnabrück im Mai erstmals seinen Song «Mensch Benedikt» vortrug, wird er auf «erzkonservativen katholischen Internetportalen» herb beschimpft, sagte Bittlinger und bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel». «Es gab Gewaltandrohungen in herber Fäkalsprache. Das nimmt man ernst», sagte der Referent für Mission und Ökumene im Dekanat Darmstadt-Land.

In «Mensch Benedikt» macht Bittlinger Papst Benedikt XVI. durch die Ablehnung von Kondomen für die Ausbreitung von Aids in Afrika mitverantwortlich. Ein Konzert des christlichen Liedermachers im Odenwald im August stand unter dem Schutz der Polizei, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Südhessen am Montag in Darmstadt bestätigte.

«Wir nehmen den Fall ernst»
Dabei habe es aber keinerlei Störungen gegeben. «Wir nehmen den Fall ernst und werden in den kommenden Tagen nochmals mit Bittlinger über die Angriffe sprechen und ihm Verhaltensratschläge geben.» Der Liedermacher betonte, er werde das Lied weiterhin singen. «Das darf ich mir nicht verbieten lassen.»

Bittlinger selbst versteht sein Lied als «empörten Zwischenruf auf die Art und Weise, wie die römische Kirche mit anderen Kirchen und Konfessionen umspringt». Das Online-Portal kreuz.net bezeichnete ihn am Sonntag in Reaktion auf den «Spiegel»-Artikel als «Papsthasser», der sich selbst «als Opfer und seine Kritiker als Täter hinstellen» wolle. (dpa)