10.09.2008
Herausgeber: netzeitung.de
War einmal auch für Israelis ein beliebtes Ferienziel: Der Sinai und das Rote Meer
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In einem ägyptischen Badeort wurde die Leiche einer israelischen Touristin entdeckt. Was zuerst aussah wie ein Tötungsdelikt, war offenbar ein tragischer Unfall.
Im ägyptischen Urlaubsort Nuweiba am Roten Meer ist am Mittwoch die Leiche einer israelischen Touristin gefunden worden. Ein Sprecher des israelischen Außenministeriums dementierte erste Berichte, denen zufolge die Frau gefoltert wurde. Die 70-Jährige habe sich offenbar bei einem Sturz in ihrem Hotelzimmer verletzt und sei dann gestorben, sagte Sprecher Jariv Ovadia. «Es sieht nach einem tragischen Unfall aus.»
Nuwaiba liegt auf der Sinai-Halbinsel und war lange Zeit ein beliebtes Ferienziel für israelische Touristen. Nachdem es in den Jahren 2004 bis 2006 mehrere Terroranschläge in den Sinai-Badeorten Taba, Nuwaiba, Scharm el Scheich und Dahab gegeben hatte, war die Zahl der israelischen Urlauber auf der Halbinsel jedoch gesunken.
In der letzten Woche hatten israelische Behörden die Bürger erneut eindringlich vor Reisen auf den Sinai gewarnt mit dem Hinweis, dass Terroristen dort Anschläge auf Israelis verüben könnten. In Israel beginnen am Monatsende die Feierlichkeiten zum jüdischen Neujahrsfest Rosh Hana, die von vielen Bürgern für einen Kurzurlaub genutzt werden. (nz/dpa)