Raffinierter Steuerbetrug:
Die andere Art, sich Geld vom Staat zu holen
05.09.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Den Angaben zufolge ließ sich der Mann während seines Aufenthaltes in Malaysia 480 Lohnsteuerkarten für das Jahr 2007 drucken. Um keinen Argwohn zu erregen, habe er sich bundesweit bei den zuständigen Einwohnermeldeämtern angemeldet; sein Wohnsitz sei jeweils die Anschrift einer Jugendherberge oder eines Hotels gewesen. Den Einrichtungen habe er mitgeteilt, dass er dort in Kürze übernachten wolle. Zugleich habe der 59-Jährige für jede einzelne Steuererklärung ein gesondertes Sparkonto eröffnet, da hierbei - anders als bei Girokonten - keine Schufa-Auskunft eingeholt werde.
Bei den Steuererklärungen habe er lediglich Pauschalbeträge geltend gemacht, die keiner weiteren Prüfung oder Rückfrage bedurft hätten. Offensichtlich habe er sich seine Kenntnisse als ehemaliger Mitarbeiter eines Finanzamtes zu Nutze gemacht. Laut Staatsanwaltschaft ist er 1981 aus dem Staatsdienst ausgeschieden. (AP)

