Die Besatzung leitete sofort umfassende Rettungsmaßnahmen ein und warf Rettungsringe ins Wasser. Die großangelegte Seenotrettungsaktion hatte jedoch keinen Erfolg. Sie gehörte zur 30-köpfigen Seewache, so wird die Mannschaft genannt, die das Segelschiff führt. Ob es Zeugen für den Unfall gibt, ist noch nicht bekannt. Das Schiff befand sich in der Deutschen Bucht, circa 20 Kilometer nördlich von Norderney. Die Wellen waren etwa zwei Meter hoch, es herrschte Wind der Stärke sieben, das entspricht etwa 60 Stundenkilometern.An der Suchaktion beteiligten sich Einheiten der Deutschen Marine, der Bundespolizei, der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger sowie zivile Schiffe. Darüber hinaus sind Hubschrauber der Bundeswehr, der Bundespolizei und der Polizei Niedersachsens sowie ein Seefernaufklärer der Marine im Einsatz.
Die «Gorch Fock» befindet sich seit dem 28. August auf einer Ausbildungsreise von Kiel nach Hamburg. Sie sollte dort am Freitag einlaufen, aber der Besuch in Hamburg wurde abgesagt. An Bord des Schiffes befinden sich 107 Offizieranwärter des Jahrgangs 2008, darunter 24 Frauen. Seit 1997 erhalten auch Frauen ihre praktische und theoretische Ausbildung auf dem Segelschulschiff. Zur Stammbesatzung des Dreimasters gehören darüber hinaus 100 weitere Soldaten. In den zurückliegenden 50 Jahren erhielten rund 14.000 Offizier- und Unteroffizieranwärter ihre seemännische Grundausbildung auf der «Gorch Fock». (AP/dpa)