Wegen des Sturms müssen möglicherweise rund 80 Prozent der Öl- und Gasproduktion an der US-Südküste eingestellt werden. Wie der Radiosender NPR am Samstag berichtete, hätten Ölfirmen am Golf von Mexiko bereits Hunderte von Arbeitern von ihren Plattformen in Sicherheit gebracht. In der Nacht zum Samstag hatte der Sturm die Kaiman-Inseln überquert und zu Überschwemmungen und Stromausfällen geführt. Mehr als 1000 Menschen mussten in Notunterkünften übernachten. Die Behörden hatten Bewohner zudem aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben.
In Jamaika teilte Premierminister Bruce Golding mit, «Gustav» habe auf der Insel Zerstörungen in Millionenhöhe angerichtet. Elf Menschen seien getötet worden, mehrere würden noch vermisst. Häuser und Brücken seien zerstört oder schwer beschädigt worden, viele Straßen blockiert. Jamaika werde lange brauchen, um die Schäden zu beseitigen, sagte Golding am Samstag. (nz/dpa/AP)