29.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Der oberste Ermittler informiert den Staatsanwalt
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Er hatte die Frau während eines Streits umgebracht, anschließend zersägt und wollte die Leiche so verschwinden lassen. Als die Polizei ihn vernahm, verstrickte er sich in Widersprüche.
Ein 27-jähriger Füssener hat seine frühere Freundin im Streit erwürgt und danach zerstückelt, um die Leiche verschwinden zu lassen. Der Mann gestand die Tat, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Kempten am Freitag mitteilten. Er führte die Ermittler zu den in Plastiksäcken verpackten Teilen der Leiche seines 23-jährigen Opfers, die er an verschiedenen Orten rund um Füssen versteckt hatte. Den in einen Plastiksack verpackten Rumpf hatte am vergangenen Sonntag ein Pilzsammler in einem Waldstück gefunden.
Der 27-Jährige hat die Leiche nach eigener Aussage zerstückelt, um sich ihrer zu entledigen, erklärte der Leiter der Staatsanwaltschaft, Herbert Pollert. Der Täter habe weder ein Auto noch einen Führerschein. Die Polizei traf den Mann in der gemeinsamen Wohnung des ehemaligen Paares an, nachdem die 23-Jährige als vermisst gemeldet worden war.
Bei der Vernehmung verwickelte er sich in Widersprüche. Am Freitag erging Haftbefehl wegen Totschlags. Zwischen ihm und seiner Exfreundin soll es laut Polizei bereits in der Vergangenheit Streit gegeben haben. Sie hätten zwar noch zusammen gewohnt, aber vorgehabt, sich zu trennen, sagte Pollert.
Das Opfer kam als Adoptivkind aus Thailand nach Deutschland und lebte seit einigen Jahren in Füssen, um eine Ausbildung als Hotelfachfrau zu absolvieren. Der mutmaßliche Täter ist derzeit arbeitslos. Auf die entscheidende Spur kamen die Ermittler drei Tage nach dem Fund des Leichentorsos durch Hinweise des Ausbildungsbetriebes der jungen Frau und durch eine Vermisstenanzeige ihrer Großmutter. (AP/dpa)