Mysterium um reichen Geschäftsmann:
Villa abgebrannt, Millionärsfamilie verschwunden
29.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Foster kam zu seinem Vermögen, weil er Dämmstoffe für Ölplattformen herstellte. Doch seine Firma Ulva wurde im vergangenen Jahr liquidiert, Klagen von Lieferanten waren angeblich anhängig und Foster hatte wohl auch Steuerschulden von umgerechnet fast einer Million Euro. Vor Gericht sagte ein Richter, Foster sei «jeder Geschäftsmoral beraubt». Die Aussicht, nun sein Anwesen zu verlieren, sei der «Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat», sagten Nachbarn nach Angaben der Zeitung «Sun».
Auch meldeten sich ehemalige Geschäftspartner zu Wort. Foster sei ins Ausland geflohen, sagte Leo Dennis, der 2006 von dem Vorwurf freigesprochen wurde, Foster erpresst zu haben. «Ich glaube nicht, dass er tot ist.» Foster habe Immobilien, von denen niemand wisse. «Er kann dort hingehen und einfach verschwinden.» Terence Baines, einst Ulva-Manager, sagte: «Es sieht so aus, dass die, denen er Geld schuldete, große Firmen waren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie hinter so etwas stecken.» Er vermute, dass Foster einfach «ausgeflippt» sei, «der Druck auf ihn war zu hoch».
Die Polizei äußerte sich zu all den Vermutungen nicht. Bestätigen wollte sie auch nicht, dass Patronen und Blutlachen auf dem Gelände gefunden wurden. «Es liegen viele Trümmer auf dem Gelände, und es wird einige Tage dauern, wahrscheinlich mehrere Wochen, um die Ermittlungen abzuschließen», sagte Superintendent Gary Higgins. Bis dahin gehe die Polizei «Hinweisen in jede Richtung» nach. (Annette Reuther, dpa)

