Vor dem Unglück:
Spanair-Besatzung hielt Fluggäste fest
22.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Unter den Todesopfern der Katastrophe sind vermutlich fünf Deutsche. Am Freitag korrigierten laut Auswärtigem Amt die spanischen Behörden die Zahl der deutschen Opfer von zuvor vier nach oben. «Wir gehen den Hinweisen mit Hochdruck nach», sagte der stellvertretende Sprecher des Ministeriums, Andreas Peschke, in Berlin. Die Angaben stünden unter dem Vorbehalt der endgültigen Identifizierung der Opfer, die noch einige Tage in Anspruch nehmen könne.
Die Ursache des Unglücks gibt weiterhin Rätsel auf. Aus einem Videofilm geht hervor, dass entgegen bisherigen Annahmen beim Start der Unglücksmaschine wohl kein Triebwerk in Brand geraten war. Die Maschine sei erst in Flammen aufgegangen, als sie auf die Erde aufschlug und zerschellte, so spanische Medien. Die zivile Luftfahrtbehörde vermutet, dass wohl mehrer Faktoren zusammenkamen, die zur schlimmsten Katastrophe in der spanischen Luftfahrt seit 25 Jahren führten.
Die zweistrahlige Maschine vom Typ MD-82 hatte beim Start zum Flug nach Gran Canaria nur etwa 50 Meter abgehoben. Sie neigte sich dann zur Seite, schlug neben der Startbahn mehrmals auf den Boden auf und stürzte in ein ausgetrocknetes Flusstal. Dort ging das Flugzeug in Flammen auf. Ein mit den Ermittlungen beauftragter Staatsanwalt äußerte die Erwartung, die Unglücksursache könne innerhalb eines Monats festgestellt werden. (nz/dpa)

