22.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Auch ein Krankenhaus wurde überflutet
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Insgesamt drei Mal ist Tropensturm «Fay» über Florida hinweggezogen und hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Neben den Wassermassen werden nun auch Schlangen und Reptilien zur Bedrohung für die Bewohner.
US-Präsident George W. Bush hat wegen des Tropensturms «Fay» für Florida den Notstand ausgerufen. Der Tropensturm hatte am Donnerstagabend mit neuen heftigen Niederschlägen die Lage in bereits überschwemmten Gebieten verschlimmert. Durch die Ausrufung des Notstands können Bundesmittel für die Hilfe von Betroffenen und zur Beseitigung von Schäden eingesetzt werden.
In Florida ertranken zwei Frauen, zahlreiche Häuser wurden beschädigt, rund 95.000 Haushalte und Geschäfte waren ohne Strom. Zahlreiche Straßen wurden überflutet. Laut Bericht des US-Nachrichtensenders CNN ertranken am Donnerstag zwei Frauen infolge des Unwetters. Damit habe sich die Zahl der durch «Fay» in Florida Getöteten auf drei erhöht. Es war das dritte Mal, dass «Fay» den Bundesstaat direkt traf. Mancherorts fielen bis zu 75 Zentimeter Regen.
Schwere Schäden auch in der KaribikNeben Hochwasser und Verwüstungen sehen sich die Menschen in der Region einer weiteren Unannehmlichkeit ausgesetzt: Alligatoren und Schlangen, die aus den Sümpfen auf überflutete Straßen, in Vorgärten und Hauseingänge kriechen. «Sie suchen trockenes Land, einen Unterschlupf», sagte Lenny Salberg, ein Mitarbeiter der Fisch- und Wildtierkommission des US-Staats.
«Fay» brachte insbesondere der Atlantikküste von Port St. Lucie bis Cape Canaveral bis zu eineinhalb Meter Hochwasser. Das Zentrum des Sturms lag in der Nacht zum Freitag 40 Kilometer nordwestlich von Daytona Beach. Meteorologen bescheinigten «Fay» noch immer Windgeschwindigkeiten bis zu 96 Kilometer pro Stunde, der Sturm sollte sich aber allmählich abschwächen.
Im Süden von Haiti war Anfang der Woche nach heftigen Regenfällen durch den Tropensturm ein mit mehr als 70 Fahrgästen besetzter Lastwagen von den Wassermassen eines Flusses erfasst worden. Nur 25 Menschen überlebten das Unglück. Weitere sieben Menschen kamen durch Überschwemmungen und Erdrutsche ums Leben. Auch in der Dominikanischen Republik kostete der Tropensturm mindestens 23 Menschen das Leben. (AP/dpa)