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Vermisstes Mädchen aus Leipzig: 

Michelle wurde ermordet

21. Aug 2008 21:09, ergänzt 21:53
Vor einer Leipziger Grundschule wurde dem getöteten Mädchen gedacht
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Drei Tage lang suchte die Polizei in Leipzig nach dem Mädchen. Nachdem ein Spaziergänger ihre Leiche fand, wurde spekuliert, ob es ein Unfall oder ein Verbrechen war. Nun herrscht Gewissheit.

Die achtjährige Michelle aus Leipzig ist ermordet worden. Das sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagabend in Leipzig. Zuvor war ihre Leiche, die am Mittag in einem Teich gefunden worden war, obduziert worden. Bei der Leiche handele es sich um Michelle, teilte die Polizei zu Beginn einer Pressekonferenz offiziell mit.

Der Leitende Oberstaatsanwalt Hans Strobl ergänzte: «Noch ist die Obduktion nicht beendet. Ausgehen tut die Staatsanwaltschaft von einer Gewaltstraftat.» Nach menschlichen Ermessen handele es sich bei der Leiche um Michelle. «Es geht jetzt darum, den Täter dingfest zu machen und zur Verantwortung zu ziehen.» Weitere Ergebnisse der Obduktion lägen noch nicht vor. Die Obduktion sollte erst am späteren Abend beendet sein.

Landespolizeipräsident Bernd Merbitz bat um Verständnis, dass die Polizei nicht alle Details bekanntgeben könne, weil das die Suche nach dem Täter erschweren würde. Das betreffe die Todesart, den Todeszeitpunkt und die Frage, ob das Mädchen sexuell missbraucht oder vergewaltigt wurde. Strobl sagte: «Wir möchten kein Täterwissen bekanntgeben, so lange er frei herumläuft.»

180 Beamte in Sonderkommission

Zur Sonderkommission gehörten bisher mehr als 160 Polizisten, künftig sollen es knapp 180 sein. Rund 180 Häuser und andere Gebäude seien durchsucht worden, teilte die Polizei mit. Polizisten hätten 1400 Nachbarn befragt.

Auch die Eltern des Kindes seien über den Tod ihrer Tochter informiert worden, sagte der Sprecher. Wie sie die Mitteilung aufgenommen haben, konnte er nicht sagen. Die Eltern haben ihre Tochter nach Angaben der Polizei bisher nicht identifiziert. Ob sie das tun werden, sei ganz allein ihre Entscheidung, sagte Strobl. «Nach menschlichen Ermessen» handele es sich wegen der Übereinstimmung bei Kleidung und Beschreibung bei der Leiche um Michelle. Juristisch sei das erst sicher, wenn eine DNA-Probe vorliege.

Michelle war am Montagnachmittag auf dem Heimweg nach der Ferienbetreuung in ihrer Schule verschwunden - nur wenige Gehminuten von ihrem Zuhause im Ostteil Leipzigs entfernt. Seither hatte die Polizei mit einem Großaufgebot nach ihr gesucht, bis ein Spaziergänger die Leiche entdeckte. (dpa)

 
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