Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Drama auf Madrider Flughafen: 

Vermutlich auch Deutsche in Unglücksmaschine

20. Aug 2008 19:26
Das Flugzeug war in mehrere Teile zerborsten
Bild vergrößern
Sicher ist, dass vier Menschen aus Deutschland für den Flug eingecheckt hatten. Ob sie tatsächlich an Bord waren, ist noch nicht bekannt. Mindestens 147 Passagiere starben insgesamt bei dem Unfall in Madrid.

An Bord der verunglückten Spanair-Maschine befanden sich nach Angaben der Lufthansa offenbar auch mehrere Deutsche. Wie das Unternehmen am Abend mitteilte, hätten insgesamt sieben Passagiere mit einem Lufthansa-Ticket für den Flug JK 5022/LH 2554 eingecheckt. Vier von ihnen seien aus Deutschland gekommen.

Ob sie sich auch tatsächlich an Bord befunden haben, steht noch nicht fest, wie das Unternehmen erklärte. Die spanischen Behörden hätten die Passagierlisten noch nicht freigegeben. Über den Gesundheitszustand der mit Lufthansa-Flugschein eingechecken Gäste könne das Unternehmen zur Zeit keine Angaben machen. Lufthansa habe ein Team psychologisch geschulter Fachleute nach Madrid entsendet, um Spanair bei der Betreuung der betroffenen Gäste und deren Angehörigen zu unterstützen.

Die Unglücksmaschine sollte von Madrid auf die Kanareninsel Gran Canaria fliegen, der Unfall ereignete sich während dem Startvorgang. Vermutlich nur 26 von 173 Insassen überlebten den Absturz, teilte ein Sprecher des kommunalen Rettungsdienstes SAMUR nach einer Besichtigung der Absturzstelle der zweistrahligen MD-80 mit. Die restlichen 147 Insassen seien vermutlich ums Leben gekommen.

In mehrere Teile zerborsten

Die Maschine hob beim Start ab, stürzte dann aber hinter dem Rollfeld zu Boden und zerbarst unweit der Landebahn in mehrere Teile. Der Flug war nach Angaben von «El Pais» wegen technischer Probleme mit einer Stunde Verspätung gestartet. Das Unglück trug sich gegen 14:45 Uhr unweit des Terminals 4 zu. Augenzeugen berichteten, der linke Motor habe beim Start Feuer gefangen. Fernsehbilder zeigten, wie dichter Rauch aus dem Flugzeug aufstieg. Dutzende Rettungsfahrzeuge waren zur Landebahn geeilt, Feuerwehrfahrzeuge und Hubschrauber versuchten, das offenbar brennende Flugzeug zu löschen.

Ein Sprecher des Rettungsdienstes SAMUR sagte, Rettungsteams holten Verletzte aus dem Flugzeug. «Das ist gewiss eine Katastrophe», sagte ein SAMUR-Sprecher. Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero unterbrach seinen Urlaub und eilte nach Madrid. Der Verkehr auf dem Flughafen wurde für mehrere Stunden unterbrochen. In Madrid wurde nahe dem Konferenzzentrum der Stadt ein provisorisches Leichenhaus eingerichtet.

Die betroffene Fluggesellschaft hat eine Hotline für Angehörige eingerichtet, teilte Spanair auf ihrer Internetseite mit. Unter der Nummer 0034-800-400-200 können Verwandte und Freunde abfragen, ob eine bestimmte Person an Bord war.(nz/AP)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
  •  Berlin 1°
  •  Hamburg 1°
  •  Köln 0°
  •  Frankfurt 3°
  •  Stuttgart -1°
  •  München -2°
Zur Autogazette
Aus anderen Ressorts

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.