Am späten Nachmittag berichteten Medien von nur etwa 30 Menschen, die aus dem brennenden Flugzeug gerettet worden seien. Alle befänden sich in kritischem Zustand. Viele von ihnen wurden in eine nahe gelegene Klinik mit Spezialabteilung für Brandverletzungen gebracht. Unter den 173 Insassen der zweistrahligen Maschine waren neun Besatzungsmitglieder. Nach der Passagierliste sollen auch zwei Babys an Bord gewesen sein. Die Krankenhäuser in Madrid wurden sofort nach dem Unfall aufgefordert, Betten zur Verfügung zu stellen. Einige Hospitäler entließen daraufhin Patienten mit leichteren Erkrankungen, um Platz zu schaffen. Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero unterbrach seinen Urlaub und flog nach Madrid zurück.
Der Flug war nach Information der Zeitung «El Pais» wegen technischer Probleme mit einer Stunde Verspätung gestartet. Gegen 14:45 Uhr kam es unweit des Terminals 4 auf der Landebahn Nummer sechs aus zunächst ungeklärter Ursache zu dem Unglück. Augenzeugen berichteten, der linke Motor hätte beim Start Feuer gefangen.
Die betroffenen Fluggesellschaft hat eine Hotline für Angehörige eingerichtet, teilte Spanair auf ihrer Internetseite mit. Unter der Nummer 0034-800-400-200 können Verwandte und Freunde abfragen, ob eine bestimmte Person an Bord war.(nz/dpa/AP)