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Drama in Madrid: 

Rund 150 Tote nach Flugzeugunglück

20. Aug 2008 16:44, ergänzt 19:09
Dichter Rauch stieg an der Unglücksstelle auf
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Eine Spanair-Maschine, die nach Gran Canaria fliegen sollte, war von dem Rollfeld abgekommen. Ob in dem verunglückten Flugzeug auch Deutsche waren, ist noch nicht bekannt.

Bei einem Flugzeugunglück auf dem Madrider Flughafen sind etwa 150 Menschen ums Leben gekommen. Dies gaben die Rettungsdienste der spanischen Hauptstadt am Mittwoch bekannt. Nur 26 der 173 Insassen der Unglücksmaschine konnten verletzt geborgen werden. Ein Passagierflugzeug vom Typ MD-82 der spanischen Gesellschaft Spanair war nach einem missglückten Start zerschellt. Der Flughafen Madrid-Barajas wurde geschlossen.

Die Maschine sollte nach Gran Canaria fliegen.In Fernsehbildern war zu sehen, wie dichter Rauch aus der Maschine Spanair aufstieg. Das Flugzeug war beim Start zu den Kanarischen Inseln aus ungeklärter Ursache von der Rollbahn abgekommen. Ein Sprecher des Rettungsdienstes Samur sagte, Rettungsteams holten Verletzte aus dem Flugzeug. «Das ist gewiss eine Katastrophe», ergänzte der Sprecher.

Die Spanair ist in der Star Alliance Partner der Lufthansa; das Unglücksflugzeug war mit den Flugnummern JK 5022 und LH 2554 unterwegs. Ob sich Deutsche an Bord der Maschine befanden, konnte ein Sprecher der Lufthansa zunächst nicht bestätigen. Die Ursache des Unglücks könnte nach Medienberichten der Brand eines Triebwerks gewesen sein. Der Flugverkehr auf dem Madrider Großflughafen Barajas wurde unterbrochen.

Auch zwei Babys waren an Bord

Am späten Nachmittag berichteten Medien von nur etwa 30 Menschen, die aus dem brennenden Flugzeug gerettet worden seien. Alle befänden sich in kritischem Zustand. Viele von ihnen wurden in eine nahe gelegene Klinik mit Spezialabteilung für Brandverletzungen gebracht. Unter den 173 Insassen der zweistrahligen Maschine waren neun Besatzungsmitglieder. Nach der Passagierliste sollen auch zwei Babys an Bord gewesen sein.

Die Krankenhäuser in Madrid wurden sofort nach dem Unfall aufgefordert, Betten zur Verfügung zu stellen. Einige Hospitäler entließen daraufhin Patienten mit leichteren Erkrankungen, um Platz zu schaffen. Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero unterbrach seinen Urlaub und flog nach Madrid zurück.

Der Flug war nach Information der Zeitung «El Pais» wegen technischer Probleme mit einer Stunde Verspätung gestartet. Gegen 14:45 Uhr kam es unweit des Terminals 4 auf der Landebahn Nummer sechs aus zunächst ungeklärter Ursache zu dem Unglück. Augenzeugen berichteten, der linke Motor hätte beim Start Feuer gefangen.

Die betroffenen Fluggesellschaft hat eine Hotline für Angehörige eingerichtet, teilte Spanair auf ihrer Internetseite mit. Unter der Nummer 0034-800-400-200 können Verwandte und Freunde abfragen, ob eine bestimmte Person an Bord war.(nz/dpa/AP)


 
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