Tropensturm kann noch wachsen: 

netzeitung.deSchwere Unwetter in der Karibik

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Der Tropensturm wütete über die Karibik hinweg (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der Tropensturm wütete über die Karibik hinweg
Foto: dpa
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Vorsorglich wurden im US-Bundesstaat Florida die Touristen zum Verlassen der Keys aufgefordert. Der Grund ist ein Sturm, der bereits in der Karibik getobt hat und Menschenleben forderte.

Der Tropensturm «Fay» in der Karibik bedroht nun auch Florida: Nachdem die örtlichen Behörden in Key West die Touristen vorsorglich zum Verlassen der Florida-Insel aufgefordert hatten, bildeten sich laut des Nachrichtensenders Fox News am Sonntag lange Autoschlangen von Urlaubern, die über die zweispurige Verbindungsstraße aufs Festland wollten. Wegen des drohenden Sturmes wurden die Schulen auf der Inselgruppe vor Florida für den Wochenanfang geschlossen und Notunterkünfte vorsorglich geöffnet.

Der Sturm «Fay», der sich nach Angaben der Wetterbehörden in Miami noch zu einem Hurrikan entwickeln könnte, wurde für den Montag in Florida erwartet. «Fay» ist der sechste atlantische Tropensturm dieser Saison.
Mit einer Verstärkung des Sturm ist zu rechnen
Auf seinem Zug durch die Karibik hat der Sturm mindestens vier Menschen das Leben gekostet und schwere Schäden angerichtet. Am Sonntagmorgen erreichte er mit Windgeschwindigkeiten von rund 80 Kilometern in der Stunde den Südosten Kubas. Nach Berechnungen der Meteorologen sollte er in der Nacht zum Montag über Zentral-Kuba hinweg ziehen und dann Florida erreichen. Dort und in weiten Teilen Kubas wurden vorsorglich Hurrikanwarnungen herausgegeben, da mit einer Verstärkung des Wirbelsturmes gerechnet wurde.

Auf der Insel Hispaniola mit der Dominikanischen Republik und Haiti war es am Samstag zu heftigen Regenfällen gekommen, die Überschwemmungen und Erdrutsche auslösten. Nach lokalen Zeitungsberichten kamen in der Dominikanischen Republik vier Menschen ums Leben. In 29 Provinzen galt die höchste Alarmstufe. In Kuba wurden unter anderem die Menschen auf eine mögliche Umsiedlung in sichere Unterkünfte vorbereitet, Häuser abgesichert und die Straßen vom Müll gereinigt.

Der sechste Hurrikan der Saison
Meteorologen hielten es für möglich, dass sich «Fay» noch verstärken könnte. Nach Angaben der Zeitung «Granma» wurden die sieben Provinzen Santiago de Cuba, Granma, Holguín, Las Tunas, Camagüey, Ciego de Ávila und Guantanamo in Alarmbereitschaft versetzt. «Der genaue weitere Weg des Sturms ist noch etwas unsicher», sagte der Hurrikanexperte Thomas Sävert vom Wetterdienst meteomedia. Es sei möglich, dass sich «Fay» zwischen Kuba und Florida über 30 Grad warmem Wasser deutlich verstärkt und zu einem Hurrikan werden könnte. «Zieht er etwas westlicher auf den Golf von Mexiko, könnte er sogar noch stärker werden», befürchtet Sävert.

«Fay» war am Freitag zum sechsten Sturm der nordatlantischen Hurrikansaison herauf gestuft worden. Die Gebirge in der Dominikanischen Republik verhinderten, dass er sich weiter verstärken konnte. (dpa)