Naturschauspiel am Nachthimmel:
Mond rot-weiß
16.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
So richtig interessant wird es dann ab 21.15 Uhr, wenn der Halbschatten der Erde den linken Rand des Mondes schon besser erkennbar abzudunkeln beginnt. Genau um 21.36 Uhr tritt der Mond dann in den Kernschatten der Erde ein, jetzt beginnt er sich deutlich erkennbar am erwähnten linken Rand zu verfinstern.
Um 23.10 Uhr ist dann der Höhepunkt der Finsternis erreicht, der Mond ist dann immerhin mit rund 81 Prozent seines scheinbaren Durchmessers in den Erdschatten eingetreten. Der noch recht hell beleuchtete Rest des Mondes in Form einer nach oben zeigenden Sichel bietet dabei einen sicher spektakulären weil ungewohnten Anblick. Um 00.45 Uhr ist der Mond wieder komplett aus dem Kernschatten der Erde ausgetreten.
Mondfinsternisse entstehen, wenn Sonne, Erde und Mond genau auf einer Linie stehen und der Mond dabei vom Schatten der Erde getroffen und verfinstert wird. Sie sind also nur bei Vollmond möglich, treten aber nicht automatisch bei jeder Vollmondstellung ein.
Grund dafür ist, dass die Bahn des Mondes um die Erde gegenüber der Bahn der Erde um die Sonne, in der sich der Erdschatten befindet, um etwa fünf Grad geneigt ist. Meistens läuft deshalb der Vollmond oberhalb oder unterhalb des Erdschattens vorbei. Taucht er jedoch in den Erdschatten ein, entschwindet er dennoch nicht vollständig unserem Blick am Himmel. Ursache hierfür wiederum ist die Lufthülle der Erde.
Denn die Atmosphäre lenkt den langwelligen roten Spektralanteil des in der Mischung aller Farben weiß erscheinenden Sonnenlichtes in den Schattenkegel unseres Planeten hinein. Aus diesem Grund leuchtet der Erdtrabant auch während einer Mondfinsternis in einem roten Lichtschein. (AP)

