Das Wetter spielt bei der Beobachtung der Mondfinsternis in weiten Teilen Deutschlands mit. Fast überall im Land ist der Himmel nahezu wolkenlos. Lediglich in Vorpommern, im östlichen Brandenburg, in Berlin und in den östlichen Teilen Sachsens halten sich zu den oben genannten Zeiten meist dichte Wolken mit gelegentlichem Regen, im östlichen Bayern können auch einzelne Nebelfelder den Blick trüben.Mondfinsternisse entstehen, wenn Sonne, Erde und Mond genau auf einer Linie stehen und der Mond dabei vom Schatten der Erde getroffen und verfinstert wird. Sie sind also nur bei Vollmond möglich, treten aber nicht automatisch bei jeder Vollmondstellung ein.
Grund dafür ist, dass die Bahn des Mondes um die Erde gegenüber der Bahn der Erde um die Sonne, in der sich der Erdschatten befindet, um etwa fünf Grad geneigt ist. Meistens läuft deshalb der Vollmond oberhalb oder unterhalb des Erdschattens vorbei. Taucht er jedoch in den Erdschatten ein, entschwindet er dennoch nicht vollständig unserem Blick am Himmel. Ursache hierfür wiederum ist die Lufthülle der Erde.
Denn die Atmosphäre lenkt den langwelligen roten Spektralanteil des in der Mischung aller Farben weiß erscheinenden Sonnenlichtes in den Schattenkegel unseres Planeten hinein. Aus diesem Grund leuchtet der Erdtrabant auch während einer Mondfinsternis in einem roten Lichtschein. (AP)