04.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Ungesund, aber lecker: Pommes mit Ketchup
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Heiß, fettig und nun auch offizielles Kulturgut: In Brügge hat ein Ausstellungshaus zur Geschichte der Pommes eröffnet. Das «weltweit erste seiner Art» hat allerdings einen Konkurrenten im eigenen Land. Mit Video
Brügge ist berühmt für seine Kunst-Ausstellungen. Neuerdings widmet sich die belgische Stadt aber noch einer ganz anderen Spezialität ihrer Heimat: den Pommes. Zu den heißen Kartoffelstäbchen gibt es jetzt sogar ein eigenes Museum.
Die Belgier gelten als Erfinder des beliebten Fast Foods. 1781 schrieb Joseph Gérard: «Die Einwohner von Namur, Huy und Dinant haben die Gewohnheit, in der Maas zu fischen, diesen Fang dann zu frittieren, um ihren Speisezettel zu erweitern (vor allem arme Leute). Wenn die Gewässer zugefroren sind und das Angeln nur schwer möglich ist, schneiden die Einwohner Kartoffeln in Fischform und frittieren diese dann. Diese Vorgehensweise ist mehr als hundert Jahre alt.»
Kartoffelschneider aus dem 18. JahrhundertZur Ausstellung über die Geschichte der Pommes gehören Geräte zur Herstellung aus dem 18. Jahrhundert, verschiedene Kochtöpfe, Kartoffelschneider oder auch Backöfen. In den Kellergewölben gibt es einen Imbiss, in dem Besucher original belgische Pommes probieren können. Der Eintritt kostet sechs Euro, Kinder zahlen vier Euro.
Das «Frietmuseum» sei weltweit das erste seiner Art, teilte Tourismus Flandern-Brüssel in Köln mit. In Flandern ist die Idee allerdings nicht neu: In Antwerpen gibt es bereits eine Pommesbude mit angeschlossenem Museum. Auf dem Groenplaats nahe der Kathedrale steht das «Frietkotmuseum», das zunächst als Wanderausstellung mit über 70 Kunstwerken zum Thema Pommes startete.
Erstmals war diese 1981 in Amsterdam zu sehen. Nach etwa 30 Ausstellungen im In- und Ausland wurde 2000 im Haus des Imbisses «Fritkot Max» eine feste Bleibe gefunden. Zu sehen sind rund 150 Fotos, Zeichnungen und Gemälde rund um die belgische Institution der Frittenbude. (nz/dpa)
Informationen: Frietmuseum, Vlamingstraat 33, B-8000 Brügge, Tel.: 0032/534 01 50; Frietkotmuseum, Groenplaats 12, 2000 Antwerpen, Tel.: 0032/495 21 35 80
Video: Wie man selbst frische Pommes herstellt (engl.)