Erneutes Drama: 

netzeitung.deHubschrauber sollen verschollene Bergsteiger finden

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Erst vor wenigen Wochen war Karl Unterkircher am Nanga Parbat abgestürzt (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Erst vor wenigen Wochen war Karl Unterkircher am Nanga Parbat abgestürzt
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Erst kürzlich mussten zwei Alpinisten am Nanga Parbat geborgen werden. Als ein Eisblock herabstürzte, sind jetzt in Pakistan einige Kletterer gestorben, nach anderen wird gesucht.

Eine groß angelegte Rettungsaktion soll mehr als zehn vermisste Bergsteiger am K 2 im Karakorum-Gebirge bergen. Zu den Vermissten an dem mit 8611 Metern zweithöchsten Berg der Welt auf pakistanischem Gebiet zählen nach Angaben der Tour-Veranstalter vom Sonntag unter anderem zwei Österreicher, drei Koreaner und je ein Norweger, ein Franzose und ein Ire.

Die Tour-Veranstalter bestätigten dem Tod von sechs Bergsteigern, darunter ein Serbe, ein Pakistaner, zwei Nepalesen und zwei Koreaner. Ein herabstürzender Eisblock hatte sie auf rund 8200 Meter Höhe Seile mit sich gerissen, während zwischen 20 und 25 Alpinisten den Berg bestiegen beziehungsweise beim Abstieg vom Gipfel waren.

Der Leiter einer der mindestens fünf Expeditionen im Nachbargebirge des Himalaya wurde am Sonntagmorgen von Bergsteigerkollegen gerettet. Der Holländer Wilco van Rooijen sei von anderen Alpinisten, die sich bereits in Sicherheit gebracht hatten, entdeckt und in das Höhenlager 4 gebracht worden, berichtete die italienische Internetseite www.montagna.tv, die das Drama und die Rettungsaktionen Schritt für Schritt verfolgt. Van Rooijen gehe es den Umständen entsprechend gut, jedoch habe er Erfrierungen an den Füßen erlitten.

Pakistanische Hubschrauber
Der Rettungskoordinator Agostino Da Polenza, der vor wenigen Wochen auch die jüngste Bergungsaktion der zwei Südtiroler am Nanga Parbat geleitet hatte, erklärte, es werde eine Rettungsaktion per Hubschrauber geplant.

Das italienische Bergsteiger-Forschungsinstitut Ev-K2-CNR organisiere gemeinsam mit dem Krisenstab des Außenministeriums in Rom und der italienischen Botschaft in Pakistan die Entsendung von pakistanischen Helikoptern. Diese könnten jedoch wahrscheinlich nur bis zum Basislager oder etwas höher fliegen. Das Wetter sei momentan gut, aber die Zeit dränge, betonte Da Polenza. (dpa)