28.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Die Rauchschwaden sind weit zu sehen
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Flammen sind bis in das Kilometer weit entferntes Bristol zu sehen. Der Brand ist verheerend und vernichtet die historische Seebrücke in Weston-super-Mare komplett.
Ein Großbrand hat am Montag die mehr als 100 Jahre alte Seebrücke im englischen Atlantik-Ferienort Weston-super-Mare weitgehend zerstört. Meterhohe Flammen schossen am Morgen aus noch unklarer Ursache auf dem historischen Grand Pier rund 30 Kilometer südwestlich von Bristol hoch. Dunkle Rauchwolken stiegen mehr als 100 Meter auf und verdunkelten zeitweise den Himmel über der Küste und umliegenden Orten. Es sei jedoch niemand verletzt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher.
Mehr als 30 Feuerwehrleute mit sechs Löschzügen bemühten sich vergeblich, die beliebte Touristenattraktion mit eine großen Spielhalle, Karussells und Läden zu retten. Das Feuer brach gegen 07.00 Uhr Ortszeit (08.00 Uhr MESZ) aus und breitete sich bei trockener Luft in Windeseile in der teilweise aus Holz bestehenden Anlage aus. «Es begann mit lautem Knallen, so als ob ein Feuerwerk gezündet wird» beschrieb ein Mitarbeiter des nahe gelegenen Grand Atlantic Hotels.
Nicht mehr viel übrigDie Polizei schloss Brandstiftung nicht aus. Bislang gebe es dafür zwar keine echten Anhaltspunkte, sagte ein Sprecher. Jedoch sei eine Untersuchung eingeleitet worden. «Die Seebrücke ist Teil unseres Erbes und eine der größten Touristenattraktionen der Gegend», sagte ein Sprecher des Seebades.
Es sei allerdings zu befürchten, dass «nicht viel von ihr übrig geblieben ist».
Die 104 Jahre alte Brücke steht unter Denkmalschutz und wurde erst im Frühjahr von den neuen Besitzern aufwendig restauriert. Im Februar kaufte die Unternehmer Michelle und Kerry Michael den Pier für einen Millionen-Pfund-Betrag und planten bereits die Eröffnung eines Restaurants und eine viktorianische Unterhaltungsshow. (dpa)