Atomunfälle in Frankreich:
AKW-Pannen sollen vertuscht worden sein
25.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Zudem wird in Tricastin weiter ermittelt, warum unabhängig von der ersten Uran-Panne 100 Angestellte bei einer Kontrolluntersuchung am Mittwoch erhöhte Strahlenwerte aufgewiesen haben. Die Belastung sei gering gewesen. Sie habe etwa 0,5 Millisievert betragen, wobei der Grenzwert bei 20 Millisievert liegt. Eine erneute ärztliche Kontrolle habe ergeben, dass die Strahlenbelastung nur noch «winzig» sei, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die Angestellten hätten ihre Arbeit wieder aufgenommen.
Ex-Gesundheitsministerin Corinne Lepage sprach von einer «konzertierten Aktion, um Atomzwischenfälle zu banalisieren». «Im Zuge der geplanten Fusion zwischen Areva und Alstom will man die Franzosen daran gewöhnen und ihnen zeigen, dass es sich lediglich um harmlose Zwischenfälle handelt», sagte Lepage.
Unterdessen forderte der Atomschutzverband TRAS die Stilllegung des Atomkraftwerks im elsässischen Fessenheim. Das Atomkraftwerk laufe «nach veralteten und überholten Sicherheitsvorschriften», heißt es in einem Schreiben an die französischen Ministerien für Umwelt und Wirtschaft.

