22.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Noch immer befinden sich zwei Südtiroler am Himalaya
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Extrembergsteiger Messner hält eine Rettung der Männer in den kommenden Tagen für wahrscheinlich. Die Bergung sei jetzt kein Problem mehr.
Eine Woche nach Beginn des Dramas am Nanga Parbat sitzen die beiden Südtiroler Bergsteiger weiter auf rund 7000 Meter fest. «Die beiden Bergsteiger haben die Nacht in ihrem Zelt verbracht», sagte ein Sprecher der italienischen Botschaft in Pakistan am Dienstag. «Sehr schlechtes Wetter hat es ihnen nicht erlaubt, abzusteigen.»
Simon Kehrer und Walter Nones seien aber in guter Verfassung. «Sie haben genug Lebensmittel für einige Tage.» Sollte sich das Wetter bessern, könnten sie innerhalb eines Tages ein Versorgungslager auf rund 6500 Meter Höhe erreichen.
«Eine Frage der Zeit»Ein Sprecher des pakistanischen Bergsteigervereinigung, Mohammed Akram, sagte, man hoffe, die beiden Südtiroler von diesem Lager mit einem Hubschrauber bergen zu können.
Der Extrembergsteiger Reinhold Messner erwartet unterdessen die Rettung der beiden im Himalaja festsitzenden Südtiroler Bergsteiger für die nächsten Tage. «Das ist nur noch eine Frage der Zeit», sagt er der «Frankfurter Rundschau». Die Bergung sei jetzt kein Problem mehr.
Tod des ExpeditionsleitersDie beiden Männer müssten «jetzt nur im Zelt und trocken bleiben bis es aufklart». «Solange es Nebel und Schneetreiben gibt, verlieren sie die Orientierung», sagte Messner. Die Südtiroler säßen aber auf «einer 100-prozentig sicheren Stelle» und würden voraussichtlich über einen bekannten Weg absteigen.
Die Männer hätten derzeit genügend Essen, Brennstoff und vor allem Kommunikation. «Das sind alles Hilfen, die es in den 1930er Jahren - der Zeit der großen Katastrophen am Nanga Parbat - ja nicht gab.»
Der Leiter der Expedition, der Südtiroler Karl Unterkircher, war am Dienstag vergangene Woche in eine Felsspalte gestürzt. Kehrer und Nones war es nicht gelungen, Unterkircher zu bergen. Kurz nach dem Unfall lief die Rettungsoperation für die beiden Überlebenden an. (AP/dpa)