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Wiederaufnahme jederzeit möglich: 

Fall Madeleine zu den Akten gelegt

21. Jul 2008 18:05
Verschwundene Madeleine: Zu den Akten gelegt
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Die McCanns reagieren mit Kampfeswillen und Erleichterung auf die Entscheidung. Sie wollen weiter alle Kraft darauf richten, Maddie zu finden. In einem Punkt sind sie aber auch froh.

Mehr als ein Jahr nach dem Verschwinden der kleinen Madeleine im Süden Portugals hat die Justiz des Landes den Fall zu den Akten gelegt. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Lissabon mit.

Die Ermittlungen könnten aber jederzeit wieder aufgenommen werden, falls neue Indizien auftauchten, betonte die Behörde. Die Eltern des britischen Mädchens werden nicht länger als Verdächtige betrachtet, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Auch die Vorwürfe gegen einen zunächst verdächtigten britischen Makler seien fallengelassen worden. Es gebe keine Beweise, um diese drei eines Verbrechens zu beschuldigen.

Alle Kraft auf die Suche konzentrieren

Die Eltern des kleinen Mädchens reagierten mit Kampfeswillen und Erleichterung: Ungeachtet der ergebnislosen Beendigung des Verfahrens komme es darauf an, weiter alle Kraft auf die Suche nach Madeleine zu konzentrieren, erklärten Kate und Gerry McCann über ihren Sprecher. Sie seien aber auch erleichtert, da sie selbst nicht mehr verdächtigt werden, mit dem Verschwinden ihrer Tochter etwas zu tun zu haben.

Familiensprecher Clarence Mitchell sagte: «Die einzige Sache, um die sich Sorgen machen, ist die Suche nach Madeleine.» Allerdings habe die seit September 2007 andauernde Einstufung der McCanns als Verdächtige «ihrem guten Ruf geschadet, und sie müssen nun zunächst einschätzen, wie sie jetzt genau weitermachen».

Hoffen auf Kooperation der portugiesischen Behörden

In jedem Fall hofften die Eltern, dass die portugiesischen Behörden ihre private Suche nach Madeleine durch gute Kooperation unterstützen.

Madeleine war am 3. Mai 2007 aus einer Ferienanlage in Südportugal verschwunden. Ihre Eltern hatten mit einer großen Öffentlichkeitskampagne monatelang für Schlagzeilen auf der ganzen Welt gesorgt. (dpa/AP)

 
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