21.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Bei 15 Mitarbeitern wurden leichte Spuren von Radioaktivität gefunden
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Pannenserie in französischen Atomanlagen reißt nicht ab. Nun wurde ein neuer Zwischenfall im Süden des Landes bekannt.
Schon zum dritten Mal binnen zwei Wochen ist es zu einem Zwischenfall in einer französischen Atomanlage gekommen. Bei 15 Mitarbeitern der Zentrale Saint-Alban im Südosten des Landes wurden Ende vergangener Woche leichte Spuren einer Kontamination festgestellt, wie der Stromkonzern EDF am Montag bekannt gab. Die Experten seien nach der Inspektion einer Baustelle untersucht worden, dabei seien leichte Spuren von radioaktiven Elementen gefunden worden.
Die Kontamination sei aber ohne gesundheitliche Konsequenzen, und die Betroffenen hätten ohne Behandlung nach Hause gehen können, erklärte EDF. Eine Untersuchung sei eingeleitet worden, um den Grund der Verstrahlung herauszufinden.
Erst vor zwei Wochen waren in der Atomanlage Tricastin 74 Kilogramm Uran ausgetreten und in zwei Flüsse gelangt. Am Donnerstag wurde zudem ein undichtes Kanalisationsrohr in einer Brennstäbefabrik in Romans-sur-Isère entdeckt, aus dem zwischen 120 und 750 Gramm Uran ausgelaufen waren. Die Pannen hatten zu scharfen Protesten von Atomgegnern geführt. (AP)