Ein Geistlicher erzählt von einer Gruppe «bizarrer» Demonstranten aus Deutschland, die seit Tagen in Canterbury unterwegs ist. Ihnen ist die anglikanische Kirche offenbar zu liberal geworden: «Sie warnen uns Bischöfe vor der Fleischeslust und schwadronieren von der Hölle», beobachtet Nick Baines aus dem britischen Croydon.Bischof David Rossdale aus Grimsby ist dagegen erkennbar vergnügt darüber, dass ein auf dem Konferenzgelände herumlaufender Reporter nicht genug Konfliktstoff gefunden hat: «Wir sind hier, um einander zuzuhören, ob die Medien es nun glauben oder nicht.» Überhaupt finden sich nicht nur bitterernste Themen in den Blogs. Die Bischöfe haben auch zahlreiche Karikaturen und Anekdoten ins Internet gestellt - schließlich ist der Humor eines der wirksamsten Instrumente der Diplomatie.
So freut sich Bischof Smith in einem Eintrag darüber, dass er und seine Frau es aus Zufall auf die Titelseite des populären «Church Magazine» geschafft haben. «Die Kehrseite des Ganzen? Laura schaut aus, als ob sie die Erzbischof-Beauftragte des Geheimdienstes wäre. Und ich schaue aus, als ob ich gerade eine Toilette suche. Was in der Tat auch so war.» (Isabel Guzmán/epd)