Auch am Samstag waren mehrere Rettungsversuche wegen schlechten Wetters abgebrochen worden. Allerdings war es einem Hubschrauber-Piloten der pakistanischen Armee gelungen, ein Satellitentelefon und Lebensmittel in der Nähe der Bergsteiger abzuwerfen. Bei einem ersten Hilfsflug am Samstag war ein Paket in eine Felsspalte gefallen. Für den dritten Bergsteiger der Gruppe – den Südtiroler Karl Unterkircher, der am Dienstag in eine Felsspalte gestürzt war – bestehe keine Hoffnung mehr, hatte Touranbieter Ahmad am Freitag gesagt. Die von Unterkircher geleitete Gruppe hatte sich auf den Weg gemacht, den Gipfel über die noch nicht bestiegene Rakhiot-Eiswand zu erklimmen. Der 37-jährige Unterkircher, der in den Dolomiten lebte, hinterlässt seine Frau und drei Kinder.
Wegen gescheiterter deutscher Expeditionen mit mehreren Opfern in den 1930er Jahren wird der Nanga Parbat auch «Schicksalsberg« der Deutschen genannt. Auch der Bruder des Extrembergsteigers Reinhold Messner, Günther Messner, starb 1970 am Nanga Parbat. Der Nanga Parbat ist mit 8125 Metern der neunthöchste Berg der Welt. Sein Name in der Landessprache Urdu bedeutet «Nackter Berg». (dpa)