Schlechte Luft: 

netzeitung.dePeking holt die Autos von der Straße

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Rund zwei Millionen Autos sollen von der Straße verbannt sein (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Rund zwei Millionen Autos sollen von der Straße verbannt sein
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16 der 20 Städte mit der schlechtesten Luftqualität weltweit liegen in China. Nicht gerade rosige Aussichten für die Lungen der Olympia-Athleten. Nun ergreift Peking Maßnahmen, um den Gestank zumindest vorübergehend zu vertreiben.

Zur Verbesserung der Luftqualität vor den Olympischen Sommerspielen in Peking ist am Sonntag ein umfassendes Fahrverbot in Kraft getreten. In den kommenden zwei Monaten darf jeweils nur die Hälfte der 3,3 Millionen Autos auf den Straßen der chinesischen Hauptstadt unterwegs sein, abhängig von ihren Nummernschildern an geraden oder ungeraden Tagen.

Zusammen mit weiteren Verboten für die Autoflotte der Regierung und Behörden sowie für Fahrzeuge, die nicht die Emissionsstandards erfüllen, sollen nach offiziellen Schätzungen sogar bis zu zwei Millionen Autos von den Straßen verbannt sein. Angesichts der chronisch schlechten Luft in Peking lassen die Behörden außerdem zahlreiche Fabriken vorübergehend schließen. Chemiewerke, Gießereien und andere Unternehmen müssen ihre Emissionen um 30 Prozent reduzieren.

Die Fahrverbote, die außer der schwer verschmutzten Luft in Peking auch den Verkehrsfluss in den sonst chronisch verstopften Straßen verbessern sollen, dauern über die Paralympischen Spiele bis zum 20. September. Die 17 Millionen Pekinger sollen solange auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen. Erst am Samstag waren drei neue U-Bahnlinien eröffnet worden. Während der Olympischen Spiele sollen täglich rund fünf Millionen Passagiere die U-Bahn nehmen.

Nach Angaben der Weltbank liegen 16 der 20 Städte mit der schlechtesten Luftqualität weltweit in China. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, hat mehrfach gewarnt, dass Wettkämpfe in Ausdauersportarten von mehr als einer Stunde Dauer wegen der Luftverschmutzung verschoben werden könnten. (AP/dpa)