16. Jul 2008 22:14
Sehr locker scheint eine Atomanlage in Frankreich mit strahlendem Material umzugehen. Erst liefen zehntausende Liter verseuchtes Wasser aus. Nun wurde bekannt, dass unter einem Erdhügel eine weitere Gefahr lauert.
Nach Ansicht unabhängiger Experten geht das Problem auf eine Deponie zurück, in der seit den 70er Jahren Atomabfälle aus militärischer Produktion lagern. Die Abfälle befinden sich unter einem etwa sechs Meter hohen Erdhügel, der nie abgedichtet wurde. Schon vor Jahren hatten Experten davor gewarnt, dass das Uran durch Regenwasser herausgewaschen werde. Unterdessen kündigte die Chefin des Atomkonzerns Areva, Anne Lauvergeon, an, am Freitag die Anlage Tricastin zu untersuchen und die Verantwortlichen für den jüngsten Unfall zur Rechenschaft zu ziehen.