07.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Bei Stierrennen kam es zu Verletzungen
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Erste Beulen und Schürfwunden gab es nach Stürzen in Pamplona. Seit dem letzten Jahrhundert werden jedes Jahr Stierbullen durch die nordspanische Stadt getrieben. Dabei kam ein Stier auf Abwege.
Zum Auftakt der traditionellen Stierrennen in Pamplona sind am Montag neun Menschen verletzt worden. Bei den Verletzungen handelt es sich nach Angaben des Roten Kreuzes vor allem um Prellungen und Beulen nach Stürzen. Während der Rennen beim Fest zu Ehren des Lokalpatrons San Fermin kamen seit Beginn der Aufzeichnungen vor 84 Jahren 13 Menschen ums Leben. Zuletzt wurde 1995 ein 22-jähriger Amerikaner von einem Stier durchbohrt.
Das erste Rennen in diesem Jahr, bei dem Wagemutige mit sechs Bullen durch die engen Gassen der nordspanischen Stadt liefen, war langsamer und gefährlicher als üblich, da sich die Tiere etwa auf halber Strecke voneinander trennten. Mindestens ein Stier war dann alleine unterwegs und verlor die Orientierung. Mehrmals versuchte er, zurück zum Startpunkt zu rennen. Letztlich erreichte aber auch er die Stierkampfarena, wo der Lauf endet.
Zehntausende Einwohner und Touristen aus aller Welt verfolgen alljährlich die Rennen über eine 800 Meter lange Strecke zur Stierkampfarena. Während des von Tierschützern heftig kritisierten neuntägigen Treibens findet dort nach den morgendlichen Läufen am Nachmittag der Kampf mit den Stieren statt.
International bekannt wurde die Veranstaltung zum Fest des heiligen San Fermin durch den Roman «Fiesta» von Ernest Hemingway aus dem Jahr 1926. Eine Bronze-Büste vor der Arena erinnert an den amerikanischen Schriftsteller, überall in Pamplona gibt es Souvenirs mit seinem Bild zu kaufen. (AP)