Initiative des Sohnes:
Ronald Reagan soll Denkmal in Berlin bekommen
29.06.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Während US-Präsident John F. Kennedy, der 24 Jahre vor Reagan seine historische «Ich bin ein Berliner»-Rede vor dem Schöneberger Rathaus hielt, mit einer Gedenkplakette geehrt wurde und einem Platz, einer Schule und einem Universiätsinstitut seinen Namen gab, erinnert in Berlin rein gar nichts an Reagan.
Dies zu ändern, hat sich nun Michael Reagan, der Adoptivsohn des im Jahr 2004 verstorbenen Ex-Präsidenten, auf die Fahnen geschrieben. Am Montag will er im Café Einstein, nur wenige hundert Meter vom Brandenburger Tor entfernt, eine Kampagne für ein Reagan-Denkmal starten. «Wir stellen uns eine große Statue oder Büste vor», sagt der 63-Jährige. Als möglichen Standort habe er den an das Brandenburger Tor grenzenden Tiergarten ins Auge gefasst.
Berlin lernt Reagan erst jetzt näher kennen. Viele Verbündete für sein Projekt hat er bisher auch noch nicht. Ein in Deutschland lebender US-Journalist unterstützt ihn, erste Kontakte wurden zudem zur US-Botschaft und zum Mauermuseum am Checkpoint Charlie geknüpft.
«Wir sind erst am Anfang unserer Bemühungen», sagt Reagan. Er setze aber darauf, dass auch die Berliner das Projekt unterstützen werden, da sie mehrheitlich die Ideale Reagans teilen würden. «Unsere Stiftung glaubt, dass ein angemessenes Denkmal für die Rede von Präsident Reagan am Brandenburger Tor von großem historischen Wert für die Berliner ist.» (Michael Fischer/AP)

