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Protest gegen teuren Sprit: 

Mann fackelt sein Auto wegen Benzinpreis ab

27. Jun 2008 14:14
Das Vehikel des Protestes mit der Aufschrift: Spritwut
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Konsequenter geht es kaum: Weil er sich über die immer höher werdenden Preise an der Tankstelle ärgerte, griff ein BMW-Fahrer jetzt hart durch – und zum Benzinkanister.

Flammender Protest: Aus Ärger über die hohen Spritpreise hat ein 30-Jähriger in Frankfurt am Main sein Auto mit Benzin übergossen und angezündet. Der schwarze 3er BMW mit Baujahr 1995 brannte am Freitagmorgen in einer Grünanlage nahe des Frankfurter Messegeländes komplett aus, wie die Polizei mitteilte.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, habe der Mann seinen Wagen gegenüber dem Messeturm geparkt, mit leichtentzündbarem Brennstoff aus einem Kanister übergossen und Feuer gelegt. Nach eigenen Worten wollte er mit der Aktion gegen die hohen Kraftstoffpreise protestieren. Das Fahrzeug war mit der Aufschrift Auf den Wagen hatte der Mann mit weißer Farbe «Sprit-Wucher» und «Benzin-Abzocke» sowie einer Internetseite beklebt. «Ich bin jetzt seit 35 Jahren hier, aber so was habe ich noch nicht erlebt», sagte Polizeisprecher Karlheinz Wagner.

Wagner sagte, die Staatsanwaltschaft prüfe nun eine Anzeige wegen Verstoßes gegen Umweltgesetze. Als Brandstiftung könne die Aktion offenbar nicht gelten. Allerdings muss der 30-Jährige wohl den Feuerwehreinsatz bezahlen. Den Gesamtschaden schätzte die Polizei auf etwa 10.000 Euro.

Eigentlich habe der Mann seinen Protestbrand in Berlin entzünden wollen, den Weg dort hin nach eigenen Angaben aber nicht gefunden, sagte der Polizeisprecher. Ein psychologisches Gutachten des 30-Jährigen sei nicht geplant: «Er scheint völlig intakt zu sein im Oberstübchen. Man könnte ja meinen, er sei völlig bescheuert.» Bislang war der Benzinpreisaktivist bei der Polizei unbekannt - «ein völlig unbescholtener Bürger», betonte Wagner. Auch arbeitslos sei der 30-Jährige nach eigenen Angaben erst seit weniger als einem Monat. Im Laufe des Tages soll er wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

Auf der genannten Internetseite hieß es, der Aktivist habe seine Arbeit gekündigt, weil ihm 250 Euro Treibstoffkosten pro Monat für täglich 80 Kilometer Entfernung zuviel gewesen seien. Zugleich machte der Autor der Seite die Mineralölsteuer der Bundesregierung für die hohen Benzinpreise verantwortlich. (dpa/AP)


 
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