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Debatte auf Youtube: 

Aufruhr um Schwangerenpakt an Highschool

27. Jun 2008 11:53
Journalisten versuchen, das Geheimnis zu ergründen
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Das Phänomen hat auf Youtube eine heiße Debatte ausgelöst: Minderjährige Mädchen einer US-Highschool verabredeten sich, schwanger zu werden. Die Bürgermeisterin des Ortes spricht von einer medialen Hetzjagd. Mit Videos

Die Kontroverse um den Pakt angeblich verabredeter Schwangerschaften von jungen Mädchen einer Schule im US-Staat Massachusetts ist in die nächste Runde gegangen. Der Pakt löste auf Youtube bereits eine Debatte aus, bei der andere Jugendliche das Phänomen kommentieren. So mient ein User: «Girls, come on! Ihr seid hot, ihr seid jung, ihr müsstet einen besseren Geschmack haben.» Andere kritisieren die Sensationsgier der Medien, die eine Liebesgeschichte ausschlachten und sich in die Entscheidung der Mädchen nicht einmischen sollen.

Der Direktor der Highschool, Joseph Sullivan, sagte am Donnerstag, er halte an seiner Darstellung fest, dass die unter 16 Jahre alten Mädchen vorsätzlich und bewusst zusammen schwanger geworden seien. Seine Informationen «waren und sind richtig», teilte er in seiner ersten Stellungnahme mit, seit der Fall durch einen Artikel im Magazin «Time» international bekannt wurde.

Die Bürgermeisterin des Ortes Gloucester Carolyn Kirk hatte Sullivans Darstellung eines Schwangerschaftspakts am Montag energisch bestritten und ihm wacklige Aussagen und lückenhafte Erinnerungen vorgeworfen. An der Schule war zuvor eine ungewöhnliche Häufung von Schwangerschaften bei Schülerinnen aufgefallen.

Insgesamt 17 Schülerinnen erwarten derzeit ein Kind, im Schnitt gibt es dort etwa vier Schwangerschaften pro Jahr. Die Hälfte der Mädchen soll an einem Pakt beteiligt gewesen sein, gleichzeitig schwanger zu werden. Sullivan erklärte, die Quelle für seine These seien Informationen der Krankenschwester der Schule und mündliche Aussagen von Lehrern. Er könne sich nicht erinnern das Wort «Pakt» gegenüber «Time» verwendet zu haben, streite es aber nicht ab.

Bürgermeisterin Kirk wollte am Donnerstag nicht direkt Stellung nehmen, verteidigte jedoch ihre Position: «Teenager in Gloucester werden von den landesweiten und sogar internationalen Medien gejagt.» Die Jugendlichen müssten vor der Sensationsgier der Medien geschützt werden, sagte Kirk. Gloucester liegt rund 50 Kilometer nördlich von Boston. (nz/AP)

«Ihr seid hot - warum habt ihr nichts anderes vor?» (engl.)

«Niemand kann den Mädchen vorschreiben, was sie tun oder lassen sollen» (engl.)

«Eine Lovestory wird ausgenutzt als Mediensensation» (engl.)

 
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