«Das war schon ganz schön heftig», bestätigte die Meteorologin Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst. In Nordrhein-Westfalen fielen innerhalb einer Stunde bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter. In Goldberg in Mecklenburg-Vorpommern waren es 28 Liter, im schleswig-holsteinischen Erfde rund 23 Liter pro Quadratmeter. Auf der A1 zwischen Bremen und Hamburg stand das Wasser auf der Fahrbahn teils mehrere Zentimeter hoch. Die Stürme erreichten Windgeschwindigkeiten von etwa 100 Stundenkilometern. In nordrhein-westfälischen Schwelm setzte ein Blitz den Dachstuhl eines Wohnhauses in Brand. In Scharmede bei Paderborn konnte die Feuerwehr nach einem Blitzeinschlag in ein Wohnhaus nur knapp einen Brand verhindern. In Ratingen bei Düsseldorf legte ein umgestürzter Baum den S-Bahn-Verkehr mehrere Stunden lahm.
Rund 60 Fahrgäste saßen auf offener Strecke fest, weil die Oberleitungen beschädigt worden waren.
In Hattingen warf der Sturm eine umstürzende Ampel in die Oberleitung der Straßenbahn. Auch in Rheinland-Pfalz setzte nach Zeugenaussagen vermutlich ein Blitzeinschlag eine Fabrik in Brand. In dem Unternehmen in Kaiserslautern entstand Sachschaden von mehreren Hunderttausend Euro. In Mecklenburg-Vorpommern schlugen in den Landkreisen Mecklenburg-Streglitz und Ludwigslust zwei Blitze in Wohngebäude ein. Im niedersächsischen Parsau brannte eine Fischerhütte offenbar nach einem Blitzeinschlag völlig aus. (AP)