Wachdienste bringen nach Angaben des Unternehmens nichts. Teilweise seien die Baustellen zehn bis zwölf Kilometer lang und sehr unübersichtlich. «Wir haben den Spritklau etwas reduzieren können, indem wir die Fahrzeuge nicht mehr volltanken», sagte Rogowski. Nun würden sie erst morgens oder bei Bedarf betankt. «Ein bisschen lassen wir aber drin, damit bei den Dieben kein Frust aufkommt.» Fahrzeuge mit leeren Tanks seien in der Vergangenheit verstärkt demoliert worden. Ansonsten werde man sich aber wohl mit dem Klau abfinden müssen. Das sieht auch die Johann Bunte Bauunternehmung aus Papenburg so. «Die Baustellenleiter melden das schon gar nicht mehr», sagt Ludger Holtmann von der maschinentechnischen Abteilung. Das Problem sei generell bereits seit drei bis vier Jahren bekannt. Man versuche, die Fahrzeuge öffentlich abzustellen und möglichst gut zu sichern. Dennoch gebe es pro Jahr auf den rund 200 Baustellen 40 bis 50 Fälle von Treibstoffdiebstahl. Wo der Diesel landet, ist der Polizei noch ein Rätsel. «Man muss diese große Menge ja nicht nur abzapfen, sondern auch abtransportieren und über entsprechende Lagermöglichkeiten verfügen», sagt der Sprecher der Polizei Minden-Lübbecke, Ralf Steinmeyer. Eventuell versuche jemand auf diese Weise, seine Arbeitsfahrzeuge kostenlos zu betreiben. (Nadine Pilz, AP)