Benefiz-Auktion in London: 

netzeitung.de25.000 Pfund für Harry Potter-Prequel

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Muss er noch einen achten Film drehen? Daniel Radcliffe spielt Potter. (Foto: PR<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Muss er noch einen achten Film drehen? Daniel Radcliffe spielt Potter.
Foto: PR
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Autorin Joanne K.Rowling hat eine kurze Vorgeschichte zum ersten Harry Potter-Abenteuer geschrieben. Der geheimnisvolle Text wurde für einen guten Zweck versteigert - und lässt Fans auf eine Fortsetzung hoffen. Mit Video

Joanne K. Rowlings «Potter Prequel» ist am Dienstagabend in London für 25.000 Pfund versteigert worden. In dem nur 800 Worte langen Text beschreibt die Erfolgsautorin Ereignisse, die noch vor ihrem 1997 erschienenen ersten Potter-Band spielen.

Die Mini-Geschichte spielt drei Jahre vor der Geburt des Zauberlehrlings. Wie der «Spiegel» berichtete, geht es darin um Harrys Vater James und seinen Freund Sirius Black, die sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei liefern. Durch einen magischen Tricks können die beiden Zauberer entkommen.
Rowling dementiert Gerüchte
Der Text endet angeblich mit einem Kommentar der Autorin: «Aus der Vorgeschichte, an der ich nicht arbeite - aber es hat Spaß gemacht!» Er nimmt Bezug auf Spekulationen, Rowling würde trotz aller gegenteiligen Aussagen ein neues Potter-Buch verfassen. Die Interessenten sollen sich einen lautstarken Bieterwettstreitsich um die DIN-A5-große handbeschriebene Karte geliefert haben.

Rowling hatte die Vorgeschichte Monate nach dem Erscheinen des siebten und letzten Teils der Serie («Harry Potter und die Heiligtümer des Todes») eigens für die Auktion für wohltätige Zwecke geschrieben. Ihre Potter-Bücher verkauften sich weltweit mehr als 375 Millionen Mal.
Warten auf den «Halbblutprinz»-Film
Aktuell fiebern die Fans der Verfilmung des sechsten Bandes entgegen: «Harry Potter und der Halbblutprinz» soll Ende November in die Kinos kommen. Darin erfährt der Zauberlehrling ein wichtiges Detail aus Lord Voldemorts Vergangenheit.

Regisseur ist wie auch schon beim fünften Potter-Film David Yates: «Ich mache den Halbblutprinzen, weil ich diese Figuren liebe und glaube, dass ich weitere Aufgaben mit ihnen habe», sagt er. «Ich habe eine Art Stimmungsänderung am fünften Film vollzogen, welche ich im sechsten Film fortsetzen und ausbauen will.»

Erlös geht an P.E.N. und Legastheniker
Der Erlös des Prequels entspricht rund 31.500 Euro - ein Schnäppchen im Vergleich zu Rowlings handgeschriebenem Buch «The Tales Of Beedle The Bard», das vergangenen Dezember für fast zwei Millionen Pfund versteigert wurde.

Das Geld kommt der englischen Sektion der Schriftstellervereinigung P.E.N. sowie dem Legastheniker-Programm Dyslexia Action zur Verfügung zugute. Außer Rowling spendeten auch andere berühmte Autoren - unter ihnen Doris Lessing, Nick Hornby, Margaret Atwood und Sebastian Faulks - kleine Werke. Die Literaturnobelpreisträgerin landete aber weit abgeschlagen hinter der Populärkultur: Lessings Text brachte «nur» 3000 Pfund ein.(nz/dpa)