Ausgrabung in Mexiko: 

netzeitung.deDas schwarze Haus von Montezuma

 Herausgeber: netzeitung.de

Archäologin Elsa Hernandez in der "Casa Denegrida" (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Archäologin Elsa Hernandez in der "Casa Denegrida"
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Mitten in Mexiko-Stadt haben Archäologen die Reste eines Palastes entdeckt, der einem Azteken-Herrscher gehörte. Die Forscher sind damit der Vervollständigung eines interessanten Puzzles näher gekommen. Mexikanische Archäologen haben in Mexiko-Stadt Teile eines Azteken-Palastes ans Licht gebracht. Bewohnt wurde der Palast von Montezuma II., der von 1502 bis 1520 über das Reich der Azteken herrschte. Bei Renovierungsarbeiten an einem Gebäude aus der Kolonialzeit, dem heutigen Kulturmuseum, wurden Reste einer Mauer und der Basaltboden eines Raumes ausgegraben. Montezuma meditierte vermutlich in diesem Raum, erklärte die Archäologin Elsa Hernandez.

Mexikanische Archäologen haben in Mexiko-Stadt Teile eines Azteken-Palastes ans Licht gebracht. Bewohnt wurde der Palast von Montezuma II., der von 1502 bis 1520 über das Reich der Azteken herrschte. Bei Renovierungsarbeiten an einem Gebäude aus der Kolonialzeit, dem heutigen Kulturmuseum, wurden Reste einer Mauer und der Basaltboden eines Raumes ausgegraben. Montezuma meditierte vermutlich in diesem Raum, erklärte die Archäologin Elsa Hernandez.

Der Palast Montezumas bestand aus fünf miteinander verbundenen Häusern, zu denen auch die Wohnungen für seine Kinder und Frauen und sogar ein kleines Tiergehege gehörten. Die aztekischen Bauten wurden von den spanischen Eroberern zerstört, die auf den Ruinen ihre eigenen Häuser erbauten. Die Archäologen hätten den Palast in etwa an der Stelle vermutet, an der er jetzt gefunden worden sei, sagte Hernandez. Der Fund sei «ein weiteres Teil eines Puzzles, von dem wir noch mehrere zu finden hoffen», erklärte sie. Die Ausgrabungen sollten an anderen Stellen in der Nähe fortgesetzt werden.

Der Basaltboden gehörte vermutlich zur sogenannten Casa Denegrida, dem Schwarzen Haus, das von den Spaniern als fensterloser Raum beschrieben wurde, der schwarz angestrichen war, sagte Hernandez. Der Herrscher soll dort über Visionen der Seher und Schamanen nachgedacht haben. Sein Glaube an diese Vorhersagen könnte mit zum Sturz seines Reiches beigetragen haben, da er die Spanier zuerst für göttliche Wesen hielt. Montezuma II. starb 1521 in der Gefangenschaft der spanischen Eroberer unter Hernán Cortés. (nz/AP)