06.06.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Das "Underdog"-Mobil wurde heute präsentiert
Foto: PR
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Mit einer fahrenden Praxis helfen Düsseldorfer Tierärzte den Tieren von Obdachlosen. Durch die Behandlung der Vierbeiner wollen Streetworker auch mit den hilfsbedürftigen Herrchen in Kontakt kommen. Aufopfernd kümmert sich die Düsseldorfer Initiative «Underdog» um die Versorgung von Tieren Obdachloser. Einmal in der Woche behandeln ehrenamtliche Tierärzte Hunde und Katzen in einer Sozialstation kostenlos. Die Idee: Über die Behandlung von Tieren in Kontakt mit den Menschen kommen.
Aufopfernd kümmert sich die Düsseldorfer Initiative «Underdog» um die Versorgung von Tieren Obdachloser. Einmal in der Woche behandeln ehrenamtliche Tierärzte Hunde und Katzen in einer Sozialstation kostenlos. Die Idee: Über die Behandlung von Tieren in Kontakt mit den Menschen kommen.
«Wir erreichen dadurch nicht zuletzt besonders verelendete Menschen mit ihren Tieren, die bisher das Hilfesystem nicht mehr oder kaum in Anspruch nehmen», sagt Franziskaner-Bruder Matthäus Werner, Schirmherr von «Underdog».
Jetzt versorgen drei ehrenamtlichen Tierärzte die «tierischen Gefährten» von Obdachlosen auch in einer rollenden Praxis. Das «Underdog»-Mobil wird an Orten Station machen, die von Obdachlosen aufgesucht werden, teilten die Initiatoren am Freitag in Düsseldorf mit. Die Finanzierung des bundesweit ersten Projekts dieser Art, ist zunächst für drei Jahre gesichert.
Träger ist das Düsseldorfer Obdachlosenprojekt «Fifty-fifty». Schätzungen zufolge leben in der Landeshauptstadt rund 200 Obdachlose mit ihren Tieren auf der Straße. Künftig bieten die Tierärzten wöchentlich eine Sprechstunde an. Angeboten werden Tipps für das Verhalten mit dem Tier, Prävention, Impfungen sowie Operationen. Darüber hinaus fahren zwei Mitarbeiter des Projektes unter der Woche täglich zu den Wohnungslosen.
Das Land Nordrhein-Westfalen steuert in den ersten drei Jahren 70 Prozent der Kosten für die beiden Halbtagskräfte bei, die in «aufsuchender Straßensozialarbeit» mit dem Tierarztmobil unterwegs sind. (epd/nz)