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Toilettenpumpe angekommen: 

Klempnereinsatz im All kann losgehen

02. Jun 2008 22:16
An Bord: eine russische Toilettenpumpe
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Immer noch ist das Schweben zum WC für die ISS-Astronauten mit «viel manueller Arbeit» verbunden. Das allerdings dürfte sich bald ändern. Die Raumfähre mit dem Ersatzteil ist da. Es muss nur noch installiert werden.

Mit einem russischen Toilettenersatzteil, einem japanischen Labormodul sowie sieben Astronauten an Bord hat die US- Raumfähre «Discovery» am Montag an die Internationale Raumstation ISS angedockt. ««Discovery» hat an der ISS Anker geworfen», teilte ein Sprecher der US-Weltraumbehörde Nasa mit.

Nach zweitägigem Flug traf der Shuttle am Abend 20.03 MESZ und damit mit rund zehnminütiger Verspätung ein. «Es war ein sehr sanftes Andocken», sagte der Sprecher. Viel Zeit zum Verschnaufen hat die Crew nicht: Bereits an diesem Dienstag ist ein erster «Weltraumspaziergang» geplant.

Hauptaufgabe der insgesamt zweiwöchigen Mission ist es, ein japanisches Labormodul an der ISS zu installieren. Außerdem brachte der Shuttle Ersatzteile zur Reparatur der defekten Weltraumtoilette mit. Die Ersatzteile werden dringend benötigt, denn die einzige Toilette ist seit über einer Woche defekt. Zwar gibt es eine Art Behelfslösung für die Astronauten, deren Benutzung ist aber «mit viel manueller Arbeit verbunden», hieß es.

Zwei Außeneinsätze zur Installation

Es ist der dritte Shuttle-Flug in diesem Jahr. Bereits im März hatte eine Raumfähre erste Bauteile des japanischen Labors ins All gebracht. Das Modul, das nun montiert werden soll, ist mit einer Länge von mehr als zwölf Metern und einem Durchmesser von knapp fünf Metern «etwa so groß wie ein Schulbus», teilte die NASA mit. Zur Installation sind zwei Außeneinsätze geplant. Bei einem dritten soll ein Stickstofftank montiert werden.

Im «Kibo»-Labor sind in den nächsten Jahren rund 100 Experimente geplant, etwa zur Entwicklung von Medikamenten wie hochwertigen Protein-Kristallen zur Heilung von Allergien. Zudem wollen die Japaner in dem Labor Halbleiter und andere Materialien in der Schwerelosigkeit entwickeln. Endgültig soll «Kibo» nach einer dritten Lieferung zum Jahresende fertiggestellt werden. (dpa)

 
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