Gadgets im US-Wahlkampf: Obama duftet im Auto - Hillary putzt das Klo04. Jun 2008 10:13  |  Hillary Clinton und der Präsident als Klobürsten | Foto: PR |
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Der US-Wahlkampf hat Dimensionen, die eine bundesdeutsche Wahlschlacht nie erreichen würde. Statt Aufklebern, Möhrenschälern und Kugelschreibern, gibt es in den USA für die Wähler Action-Puppen, Klobürsten und Wunderbäume, hat Jens Teschke beobachtet.
Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten macht seinem Ruf alle Ehre. Im diesjährigen Wahlkampf lassen die Kandidaten-Lager nichts unversucht, Wählerstimmen zu bekommen und setzen dabei nicht nur auf harte Fakten und Argumente, sondern eher auch mal auf Toys und Gadgets.
 |  Soll gegen Schmierkampagnen helfen - die Clinton Klobürste | Foto: Promo |
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Wobei nicht ganz klar ist, ob das ein oder andere Gimmick nicht auch vom Gegner platziert wird. Wie sonst kann man etwa erklären, dass es die inzwischen chancenlose Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton als Klobürste gibt? Angepriesen als «The First Cleaning Lady» sind Hillarys Haare aus Plastikdrahtborsten, die Bürste soll gegen Schmutzkampagnen wirken.
Die Bürste könne aber auch gegen den Dreck der Demokraten eingesetzt werden, heißt es auf der Verpackung, um wahrscheinlich auch Republikaner zum Kauf zu bewegen. Der Ausgewogenheit halber muss allerdings gesagt werden, dass es auch den noch amtierenden Präsidenten als Saubermann gibt.
Auch wohl eher aus dem gegnerischen Lager stammt, passend zum Thema Klobürste, das Hillary Clinton-Toilettenpapier. Das Konterfei der Kandidatin ziert jedes Blatt und es wird als «Ultimate Gift for Republicans» beworben.
Nussknacker und Springteufel
Besser für das Image Clintons ist dagegen der Clinton-Nussknacker. Hier knacken die Beine der Kandidatin jede Nuss, was im Amerikanischen aber schnell auch bedeuten kann, dass sie den Männern an durchaus wichtige Körperteile gehen kann. Positiv kann der Nussknacker das Image Clintons als toughe Kandidatin verstärken, negativ interpretiert steht der Nussknacker symbolisch für die Feministin Clinton, die bei konservativen Wählern nicht so gut ankommt.
 |  Harte Nüsse sind für Hillary kein Problem | Foto: Promo |
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Die kalifornische Künstlerin Heather Courtney hat dagegen ein eindeutig positives Hillary-Toy kreiert: Die Hillary-aus-der–Dose. Eine Art Spieluhr, die, wenn man sie öffnet, nicht nur eine kleine Hillary-Puppe hochschnellen lässt, sondern dabei auch den offziellen Präsidentenmarsch «Hail to the Chief» abspielt. «Clinton kam mir sofort in den Sinn, als ich darüber nachdachte, welchen Kandidaten ich für unsere Springteufel-Produkte nehmen könnte. Sie ist einfach überall und sehr präsent und mit diesem Produkt will ich ihre Kandidatur unterstützen», sagt Courtney, die für die handgemachten Clinton-Boxen immerhin 29 Dollar verlangt.
Boomender Handel auf Ebay Als Figuren gibt es auch die beiden Bewerber Barack Obama und John McCain. Obama wird als «Action-Figure» angepriesen, die einen Wechsel herbeiführen kann und damit das große Motto Obamas, nämlich «Change», zitiert. Für knapp 12 Dollar wird der auffällig bleich gehaltene Plastik-Obama verkauft, mit großem Erfolg, will man den Zahlen auf den Verkaufsseiten glauben. Jeweils ein Dollar geht zudem in die Wahlkampfkasse des Senators aus Illinois.
 |  Obama als Action-Held... | Foto: Promo |
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Gerade auf Ebay boomt derzeit bereits der Handel mit Wahlkampf-Gadgets aber auch den üblichen Kandidaten-Memorabillia. Knapp über 1000 verschiedene Clinton-Produkte werden angeboten, Obama führt auch dort und steht mit 2800 Produkten bei Ebay vorne. Auch bei den Verkäufen führt Obama mit 8000 zu 2700 Produkten. Vom Button über das T-Shirt bis hin zum Obama-Wunderbaum reicht die Produkt-Palette.
Oh, Oh, Obama-Rama - der Wunderbaum
 |  ...und als Wunderbaum mit dem Duft des Wechsels | Foto: PR |
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Der «Obama-Rama» genannte Duftbaum soll laut Beschreibung den «Republikaner Mief» vertreiben.
Was Gegner von Hillary Clinton nicht davon hat abbringen lassen auch einen Hillary Duftbaum zu kreieren, der aber so einen süßen Vanilleduft verströmt, dass er einfach «eklig demokratisch» riecht.
Experten rechnen inzwischen damit, dass Souvenirs des 2008 Wahlkampfes in der Zukunft Höchstpreise erzielen werden. Sammler von Memorabillia diskutieren in Internet-Foren angeregt über den Wert solcher Kuriositäten wie von Clinton handsignierte Baseballkarten oder Jahrbücher aus Obamas Schule.
 |  Die Zeit läuft ab - für Bush | Foto: Promo |
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Wenig preisverdächtig, aber eben auch bezeichnend sind dann noch die Gadgets zum Ausklang der Bush-Ära. Im Angebot der Gadget-Sites im Internet findet man
Hundekuchen mit dem Konterfei des aus dem Amt scheidenden Präsidenten und die Countdown-Uhr, die die verbleibenden Bush-Tage zählt. Ein Toy, wie es in der Werbung heißt, dass «täglich Freude bereitet.»
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