Mord an einer Elfjährigen:
Festnahme 27 Jahre nach der Tat
Der Mordfall ist eines der spektakulärsten Verbrechen in der oberbayerischen Kriminalgeschichte. Einen Tag nach der Entführung forderten die Kidnapper die Eltern des Opfers auf, zwei Millionen Mark Lösegeld zu zahlen. Zu einer Übergabe des Geldes kam es aber nicht. Das Mädchen erstickte in der vergrabenen Kiste, weil ein von den Tätern angebrachtes Lüftungsrohr nicht für eine ausreichende Sauerstoffzufuhr sorgte.
Die Polizei fand die Leiche des Mädchens erst am 4. Oktober 1981 Die Festnahme ist laut «Augsburger Allgemeine» offenbar den Fortschritten in der Kriminaltechnik zu verdanken. Details wollten die Augsburger Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt am Freitag bekanntgeben. Der Festgenommene habe bereits nach der Tat wegen Schulden zum Kreis der Verdächtigen gehört. Der Mann befinde sich in Untersuchungshaft. (AP)

