21. Mai 2008 15:06
Nach der tödlichen Attacke mit einem Holzklotz auf einer Autobahn bei Oldenburg in Niedersachsen hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Eine Chronologie der Ereignisse.
23. März: Unbekannte werfen von einer Brücke über die Autobahn 29 einen sechs Kilo schweren Holzklotz auf ein Auto. Der Brocken durchschlägt die Windschutzscheibe und tötet auf dem Beifahrersitz eine 33 Jahre alte Mutter vor den Augen ihrer beiden Kinder und ihres Ehemannes. Die Familie aus Telgte bei Münster war auf dem Heimweg vom Osterurlaub. Es wird eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt. 25. März: Die Staatsanwaltschaft erhöht die Belohnung auf 6000 Euro. Die Fahnder überprüfen eine Reihe von Hinweisen und sprechen von einem «Riesen-Mosaik aus einzelnen Puzzleteilen».
26. März: Nach der tödlichen Attacke prüft die Polizei rund 400 Personalien. Befragt werden vor allem Besucher nahe gelegener Osterfeuer.
27. März: Die 33 Jahre alte Mutter wird im Kreis von Angehörigen und Freunden in Telgte beigesetzt.
1. April: Nach Zeugenangaben veröffentlicht die 23-köpfige Sonderkommission ein Phantombild. Gesucht wird eine vier- bis fünfköpfige Gruppe junger Leute im Alter zwischen 16 und 20 Jahren.
2. April: Nach der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY...ungelöst» erhalten die Ermittler viele neue Hinweise.
5. April: Der später geständige Mann meldet sich als Zeuge bei der Polizei. Er will den Holzklotz von der Fahrbahn geräumt haben.
11. April: Die Generalstaatsanwaltschaft kritisiert die Öffentlichkeitsarbeit der Polizei scharf. Sie sei zum Teil schädlich für einen Ermittlungserfolg.
20. Mai: Die Polizei erwirkt einen Haftbefehl wegen Mordes und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gegen den 30-jährigen Mann, der sich als Zeuge gemeldet hatte
21. Mai: Polizei und Staatsanwaltschaft vollstrecken am Morgen den Haftbefehl und vernehmen den 30-Jährigen. Gegen Mittag räumt der Mann die Tat ein, als Motiv nennt er «allgemeinen Frust»