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Großfeuer in Berlin: 

Schweißarbeiten setzen Philharmonie in Brand

20. Mai 2008 14:47, ergänzt 16:35
Die Feuerwehr setzt einen Teleskopmast ein
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Eine weithin sichtbare Rauchwolke steigt aus der Mitte von Berlin auf: Das Feuer in dem weltbekannten Konzerthaus ist nahe der Ehrenloge ausgebrochen. Die Feuerwehr kämpft mit den Flammen, die durch das Dach schlagen. Mit Audio

Das Dach der Berliner Philharmonie brennt. Dichter Rauch stieg am Dienstagnachmittag auf einer Länge von 30 Metern auf. Das Gebäude am Kulturforum unweit des Potsdamer Platzes wurde vorsorglich geräumt. Die Feuerwehr ist mit 21 Fahrzeugen und 110 Einsatzkräften im Einsatz. Sie setzte auch einen Teleskopmast ein, um von außen an den Brandherd heranzukommen. Die Außensprinkleranlage wurde in Gang gesetzt.

Feuerwehrsprecher Wilke im O-Ton

Nach Angaben einer Sprecherin der Philharmonie sind vermutlich bei Schweißarbeiten Isolierschichten in Brand geraten. Polizeiangaben zufolge ist das Feuer nahe der Ehrenloge unter dem Dach entstanden. Die am Dienstag angesetzte Nachmittagsprobe für das Konzert Claudio Abbados an diesem Freitag musste abgesagt werden.

Der große Konzertsaal der Berliner Philharmonie
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Kurz nach Bekanntwerden des Brandes versuchten Musiker mit Hilfe der Feuerwehr, ihre Instrumente aus dem Gebäude zu retten, damit sie nicht vom Wasser beschädigt oder zerstört würden. Stefan Schweigert, einer der Musiker, berichtete, ihnen sei erlaubt worden, die Instrumente, soweit möglich, in Sicherheit zu bringen. «Die Feuerwehr half uns, die Instrumente aus den Schließfächern zu holen.» Bei großen Stücken wie Konzertflügeln sei dies aber zunächst nicht möglich gewesen. Der Feuerwehrsprecher sagte, es komme einem Spagat gleich, einerseits den Brand zu bekämpfen und zugleich die Instrumente so wenig wie möglich in Mitleidenschaft zu ziehen.

Bilderschau:
Brennende Philharmonie


Die umliegenden Straßen waren weiträumig abgesperrt. Der örtliche Nahverkehr musste umgeleitet werden. «Wir suchen noch nach dem Brandherd», sagte der Feuerwehrsprecher. Offenbar musste das Gebäude nicht geräumt werden, weil gerade ein Konzert zu Ende gegangen war. Das weltberühmte Gebäude, Heimat der Berliner Philharmoniker, wurde 1960-63 nach einem Entwurf von Hans Scharoun gebaut. Es ist eines der Wahrzeichen der Hauptstadt und gilt mit seiner hervorragenden Akustik als Vorbild für Konzertsäle auf der ganzen Welt. (dpa/AP)
 
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