Sektenführer Pjotr Kusnezow kam in die Psychiatrie
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Monatelang harrten sie in einem Tunnelsystem aus, weil sie das Ende der Welt erwarteten. Doch dann starben zwei Frauen. Plötzlich drohte Infektionsgefahr. Da gaben die Erdlochbewohner auf.Mit Video
Nach einem halben Jahr vergeblichen Wartens auf den Weltuntergang haben die Anhänger einer russischen Sekte ihr Erdloch verlassen. Der Gesundheitszustand der neun Gläubigen sei den Umständen entsprechend «zufriedenstellend», sagte ein Behördensprecher am Freitag im Gebiet Pensa, 600 Kilometer südöstlich von Moskau.
Die Menschen seien davon überzeugt worden, dass von den Leichen zweier zuvor in den Höhlen gestorbener Frauen eine große Infektionsgefahr ausgehe. Im November 2007 hatten sich mehr als 30 Sektenmitglieder, darunter auch Babys und Kleinkinder, mit Lebensmitteln und Decken in ein unterirdisches Tunnelsystem mit Belüftungsanlage geflüchtet. Die Höhle lag an einem Berghang.Der Polizei gelang es im Frühjahr, zwei Dutzend Männer, Frauen und Kinder zur Aufgabe zu überreden. Die Gläubigen hatten stets gedroht sich anzuzünden, indem sie Gaskanister explodieren lassen, falls Polizisten sie gewaltsam befreien wollten sollten sie gewaltsam aus ihrem Versteck geholt werden. Der Sektenführer, der selbst nicht mit in die Tiefe ging, war im November in die Psychiatrie eingewiesen worden. (dpa/AP)